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Archiv 2012 ::

Jugendweltmeisterschaften erreichen schacholympische Dimensionen


In der Zeit vom 7. bis zum 19. November war Maribor ganz in der Hand der Schachspieler. Bei der diesjährigen Austragung der Jugendweltmeisterschaften wurden mit 1584 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schacholympische Dimensionen erreicht; zusammen mit den Begleitpersonen, Schiedsrichtern, Funktionären und Turnierhelfern kamen rund drei Tausend

Schwung beim Schulschach


Der Hausmeister bringt es auf den Punkt: "Früher wurde auf dem Schulhof mehr gerauft, heute spielen die Kinder Schach." Es hat sich manches verändert im Sozialklima der Hamburger Gensler Grundschule (GS), die im Schuljahr 2008/09 unmittelbar nach der Trierer Studie Schach für die Klassenstufen von eins bis vier Schach zum verbindlichen Fach machte.

Zwei Könige beim Grand Slam


Magnus Carlsen setzt seinen Siegeszug fort. Seit 2009 gewann der Norweger zehn Superturniere und sämtliche Stichkämpfe, in die er involviert war. Auch seinen jüngsten Erfolg erzielte er dank seiner überragenden Fähigkeiten im Blitzspiel. Nach Abschluss des zweigeteilten Grand Slam Finales lagen er und der Italiener Fabiano Caruana punktgleich vorn.

Auf der Zielgeraden abgefangen


Am Ende hing es an einem halben Punkt und nur dank eines nervenstarken Schlussspurts konnte die Inderin Humpy Koneru noch die Wende schaffen. Alleinsieg beim letzten Turnier des Frauen-Grand-Prix (GP) und knapper Sprung auf Platz zwei der Gesamtwertung waren der Lohn für zwei Abschlusssiege beim Frauen-Elite-Turnier in Ankara.

Schacholympiade 2012: Armenien siegt mit einem hauchdünnen Vorsprung


Solch spannenden Verlauf hat man bei Schacholympiaden schon lange nicht mehr gesehen. Nach mehrfachem Wechsel an der Tabellenspitze sorgte in der Schlussrunde Russlands Kantersieg für Chinas Sturz von der Spitzenposition auf Platz 4,

Rekordbeteiligung in der „Goldenen Stadt“


Wo sich die Jugend zu ihren Meisterschaften trifft, dort herrscht immer ein großes Gewusel. Insbesondere die jüngsten der fünf Altersklassen bei der diesjährigen Europameisterschaft waren stets in Bewegung und verwandelten die drei großen Veranstaltungssäle des Prager TOP-Hotels in eine Art Ameisenhaufen.

45. Schachfestival in Biel


Die ersten Augusttage dieses Jahres werden für Wang Hao unvergesslich bleiben. Gold und Silber bei den Olympischen Spielen in London, der erste Platz beim Schach-Superturnier in Biel. Es handelt sich natürlich nicht um die gleiche Person, sondern um zwei Namensvetter, wovon es reichlich gibt. Von allen Nachnamen ist Wang weltweit der am häufigsten vorkommende.

Schachgeschichte: Schacholympiade in Leipzig 1960


Die 14. Schacholympiade fand im Herbst 1960 in Leipzig in einer Umbruchszeit statt, die heute mit Blick auf die danach kommenden fünf Jahrzehnte Schach- und Weltgeschichte fast unwirklich erscheint. Wir befinden uns ein knappes Jahr vor dem Bau der Berliner Mauer; Reisen zwischen Ost und West sind ungehindert möglich und bei der Sommer-Olympiade 1960 in Rom startet - wie vier Jahre zuvor in Melbourne - noch eine gesamtdeutsche Sportmannschaft.

Astana: Weltmeisterschaften der Schnelldenker


Vom 2. bis zum 10. Juli bot Kasachstans Hauptstadt Astana die Bühne für eine Premiere. Zum ersten Mal in der Schachgeschichte wurden die Weltmeisterschaften in den beiden "schnellen Disziplinen" unmittelbar hintereinander ausgetragen. Die Rede ist vom Schnellschach (wofür international der kürzere Ausdruck Rapid verwendet wird) und Blitzschach, wofür das deutsche Wort Blitz weltweit gebräuchlich ist.

Oberwart: Erfolge für Österreicher


Oberwart ist mit 7 200 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des österreichischen Bundeslandes Burgenland. Schachspieler verbinden mit diesem Namen eher eines der größten Turniere der Alpenrepublik, das in diesem Jahr vom 7. bis zum 15. Juli zum 34. Mal ausgerichtet wurde. Sehr zur Freude des österreichischen Schachbundes konnten sich dabei insbesondere in der A-Gruppe (96 Teilnehmer) die Einheimischen stark in Szene setzen

Moskau: Randnotizen vom Tal Memorial 2012


Eigentlich ist Moskau im Monat Juni von weißen Büten und klebrigen Pollen übersät, doch dieses "pflanzliche Unbill" trat bereits im Mai ein, während der Tage des WM-Matches Anand gegen Gelfand, als es in Moskau ungewöhnlich warm war. So blieb das Tal Memorial, das bislang im November stattfand … verschont.



Batumi: WM-Titel für Stefanova und Gunina


Wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Und wer sagt denn, dass eine Weltmeisterschaft immer vom Weltschachverband ausgetragen werden muss. Die FIDE ist in den letzten zwei Jahrzehnten ohnehin eine Weltverbandorganisation, die viele Veranstaltungen "aus dem Bauch heraus" organisiert oder geschickt delegiert.

Moskau: Tagebuch einer Weltmeisterschaft


Nach 27 Jahren Unterbrechung wurde wieder eine Schachweltmeisterschaft in der russischen Hauptstadt ausgetragen. Zwischen 1948 und 1969 war jeder Schachweltmeister in Moskau gekürt worden, schließlich kam in diesem Zeitraum jeder Weltmeister und jeder Herausforderer aus der Sowjetunion.

Österreich: Mit viel Können und etwas Glück


Der SK Sparkasse Jenbach konnte seinen im Vorjahr überlegen gewonnenen Meistertitel nicht verteidigen. In der dritten und letzten Mehrfachrunde der österreichischen 1. Bundesliga, die in Jenbach ausgetragen wurde, konnte der Tiroler Dauerspitzenreiter seinen Heimvorteil nicht nutzen und büßte buchstäblich im letzten Moment, durch die Niederlage in der Schlussrunde, seinen Vorsprung ein.

Baden-Baden holt siebten Titel in Folge


"Ich war entsetzt: So schwach habe ich Anand noch nie gesehen", kommentierte Herbert Bastian während der vorletzten Bundesliga-Runde - und der Präsident des Deutschen Schachbundes (DSB) hat als renommierter Spieler einiges gesehen, nicht nur als er im 200 Meter entfernten Kurhaus 1981 an einem GM-Turnier teilgenommen hatte und dabei Viktor Kortschnoi besiegte.



Europameisterschaft in Plovdiv


Wie sich die Bilder gleichen. Analog der Frauen-EM (vgl. letzte Ausgabe) wurde auch die drei Wochen später folgende offene Europameisterschaft durch den Sturz des Spitzenreiters in der letzten Runde entschieden. Der Franzose Laurent Fressinet spielte bis zur 10. Runde das Turnier seines Lebens und führte vor der Schlussrunde mit einem halben Punkt Vorsprung vor neun punktgleichen Verfolgern.

Spitzenreiterin matt


Die 13. Austragung der Frauen-Europameisterschaft brachte die meiste Außenwirkung überhaupt. Viele Medien berichteten, aber das Spiel stand dabei nur am Rand - für Diskussionsstoff sorgte die erstmals praktizierte Kleiderordnung, obwohl die sportliche Zuspitzung das eigentliche Thema hätte sein können. In der 11. Runde gelang es der Russin Valentina Gunina, der mit einem ganzen Punkt führenden Slowenin Anna Muzychuk den EM-Titel wegzuschnappen.

Österreichische Bundesliga


In der höchsten Spielklasse der Alpenrepublik wurden sieben der insgesamt 11 Runden absolviert. Im Januar gingen in der österreichischen Hauptstadt die ersten drei Runden über die Bühne, Anfang März folgte die Viererrunde in St. Veit/Glan (Kärnten).


Wijk aan Zee 2012


Levon Aronian war der überragende Mann des großen Schach-Events in dem holländischen Küstenort Wijk aan Zee. In der Spitzengruppe des seit einigen Jahren von dem Konzern Tata Steel gesponserten Schachfestivals distanzierte der 29-jährige Wahlberliner, der allerdings weiter für seine Heimat Armenien spielt, fast die gesamte Weltspitze.



Boris Spassky wird 75


"Mein Name ist Spassky, Boris Spassky." Obwohl der Russe schon etwas zu einer der berühmtesten Kino-Serien beitrug, war er nicht als 007 im Dienste ihrer Majestät. Der Jubilar ist die 0010 - in der Reihe der Schach- Weltmeister. Der Großmeister, der im legendären "Kampf des Jahrhunderts" und der politischen Systeme dem Amerikaner Bobby Fischer 1972 in Reykjavik unterlag, lieferte die Vorlage für eine Szene im James-Bond- Streifen "Liebesgrüße aus Moskau".


China zieht durch!


China, Russland, Georgien, so lautet das Endergebnis der dritten Frauen-Mannschaftsweltmeisterschaft. Das gegenwärtige Frauenschach ist vor allem geprägt durch immer jünger werdende Teams und eine seit dem letzten Jahr stärker werdende chinesische Kontinuität an der Spitze.



Zwischen Tradition und Innovation


"Wenn man ein klassisches Turnier organisiert, bei dem Anatoli Karpow den letzten Platz belegt, dann gibt es kaum noch etwas Beeindruckenderes", meinte der spanische Großmeister und erfolgreiche Geschäftsmann Felix Izeta nach seinem Rundenturnier 2009, welches Ruslan Ponomarjow und Hikaru Nakamura gewannen. Was bringt denn dann den Kick,

Hou Yifan macht kurzen Prozess


Überraschende Maßnahmen seitens der der FIDE sind die Regel. Wer wäre darauf gekommen, die Frauen-WM zwischen den beiden besten Spielerinnen nach Judith Polgar an ein Land wie Albanien zu vergeben? Die Top-Spielerinnen zweier asiatischer Schachgroßmächte duellieren sich in einem kleinen, weitgehend unbekannten europäischen Kleinstaat.

Oh wie schön ist Panama


Was liegt für Tiger und Bär näher als die Vermutung, dass es irgendwo auf der Welt ein Land gibt, das Panama heißt und in dem es überall nach Bananen riecht?" Der inzwischen weltberühmte Buchautor und Zeichner Janosch hat mit solchen Worten einmal die Sehnsucht umschrieben, die nicht nur Kinder an unbekannte, geheimnisvolle Orte zieht: Panama, das kleine Land nahe dem Äquator, war zumindest für Schachspieler lange Zeit so ein "weißer Fleck" auf der Landkarte


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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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