Schach Magazin
Archiv 2013 ::

Die Ära Carlsen beginnt


Seit dem 22. November dieses Jahres ist der Weltranglistenerste auch Weltmeister. Magnus Carlsen besiegte Viswanathan Anand souverän mit 6,5:3,5-Punkten; der Titelverteidiger konnte keine einzige Partie gewinnen, das auf 12 Spiele angesetzte Match wurde vorzeitig entschieden. Es war nicht nur ein Duell zweier herausragender Schachspieler, sondern auch vieler Gegensätze.


Zwei Wege, ein Ziel


Wer nach neun Runden Schweizer System als Sieger einer Mannschaftseuropameisterschaft feststeht, der hat das auch verdient, denn er saß mit Sicherheit den besten Teams gegenüber. Und doch gibt es beim Erreichen dieses Ziels Unterschiede:

Allein unter Männern


Die Überschrift ist einem Artikel in der Online-Ausgabe der Stuttgarter Zeitung vom 11. 10. entlehnt, darin wird die Rallyepilotin Melanie Schulz vorgestellt, die als einzige Frau unter 43 Teilnehmern im aktuellen ADAC-Rallye-Masters mitfährt und dabei "in dieser Saison immer gut eine Handvoll Männern hinter sich lässt", steht in dem Motorsportbericht.

„Ich wäre gerne eine Schachlegende – aber ich bin keine“


Klaus Bischoff hat nach 30 Jahren und zahllosen Anläufen erstmals die deutsche Meisterschaft im Turnierschach geworden - im Blitz hingegen eilte der 52-jährige gebürtige Ulmer von Rekord zu Rekord. Hartmut Metz unterhielt sich mit dem Großmeister aus Frankfurt nicht nur über seinen jüngsten Titel, die "jungen Wilden" von heute und die aus den 80er Jahren

Ein sehr langer Anlauf


Saarbrücken ist als Austragungsort einer Deutschen Einzelmeisterschaft offenbar nicht das beste Pflaster für Elo-Favorit Daniel Fridman, doch als es diesmal nicht so recht lief, nahm der Nationalspieler es mit Humor: "Es läuft dann gut, wenn Sebastian Siebrecht auch dabei ist", stellte Fridman fest, als er gegen Ende des neunrundigen Championats seine Titel-Chancen schwinden sah.

Hou Yifan ist wieder Weltmeisterin!


Auf diesen von ihr aufgestellten Rekord hätte die Ukrainerin Anna Uschenina gerne verzichtet: die kürzeste Verweildauer auf dem Thron der Schachweltmeisterin. Nach nur neuneinhalb Monaten musste sie den Titel, den sie im Vorjahr bei der WM nach k.-o.-System errungen hat, an ihre Vorgängerin Hou Yifan wieder abgeben.

Indiens Jugend triumphiert


Die Schacholympiade für Spieler unter 16 Jahren wurde erstmals 1979 abgehalten und ist inzwischen ein jährlicher Event. Insbesondere Russland nimmt das Turnier mittlerweile sehr ernst und schickt hochkarätige Besetzung, u. a. 2011 ein Team mit zwei Großmeistern!

Die Glorreichen 13


Der vielbeachtete Auftritt von 13 weltberühmten Spielern älterer Generationen, vom Veranstalter nicht übertrieben als "Schachlegenden" vorgestellt, war der Höhepunkt des Dresdner Schachsommers. Stars zum Anfassen gab es gleich zweimal: bei dem launigen Treffen in den Gärten des Schlosses Albrechtsberg trafen die Schachlegenden auf Prominenz aus dem Bereich der Politik und Wirtschaft,

Totgesagte leben länger


Als der Weltschachbund im Jahre 2008 die neue Turnierserie Grand Prix ins Leben rief, gab es bereits vor dem ersten Turnier pessimistische Stimmen, die von einem totgeborenen Kind sprachen. Die Zweifler bekrittelten insbesondere den Grundgedanken …

„Die Anekdoten fließen ganz natürlich“


Aufs Lustigsein will Daniel King auf keinen Fall reduziert werden! Sein Wortwitz macht ihn jedoch wie Helmut Pfleger zu einem gefragten Schach-Kommentator. Der Brite begeistert die Fans genauso wie Pfleger - keiner hat so viel fürs deutsche Schach getan wie der Großmeister aus München:

Stelldichein der Schnelldenker


In der zweiten Juniwoche versammelte sich in der durch große Ölvorkommen reich gesegneten westsibirischen Kleinstadt Chanty-Mansijsk ein guter Teil der Weltelite des königlichen Spiels zu den Weltmeisterschaften in den "schnellen Disziplinen", dem Schnellschach und dem Blitzschach.

Aufschwung in Reykjavik


Ein erstes Zeichen für die ökonomische Wende nach der Wirtschaftskrise vor fünf Jahren war die Wiederbelebung des Reykjavik-Opens. Während der Hochkonjunktur wurde das Open großzügig von den erfolgreichen isländischen Banken unterstützt; doch dann - genau in der Zeit, als ein Open im Gange war -, wurde auf einmal ein Plakat mit der Turnierwerbung ausgetauscht,

Schachboom im Land der Fjorde


Norweger sind ein Volk von Draufgängern. Ihre Vorfahren, die Wikinger, segelten und ruderten über den Atlantik und entdeckten Amerika - fünfhundert Jahre vor Kolumbus. Heute fördern sie Öl aus der Nordsee, worauf der Wohlstand des Landes gründet; im aktuellen UNO-Ranking, das die Lebensqualität in 182 Staaten vergleicht, liegen sie gegenwärtig auf Platz 1.

Ein Requiem für die Chicago-Verteidigung


Das Morra-Gambit (1. e4 c5 2. d4 cxd4 3. c3) ist beliebt bei Taktikern. Für Spieler, die als Schwarze im Morra-Gambit energisch dagegenhalten wollen, bietet sich die sog. Chicago-Verteidigung an, mit ihrem frühen a7-a6, b7-b5 und dem rustikalen Turm-Direktmanöver von a8 über a7 nach d7.

Finale furioso im Kandidatenturnier


Selbst die besten und ältesten Experten mussten überlegen, ob sie gerade Zeugen des bedeutendsten Schachturniers der Gegenwart oder vielleicht sogar des besten Turniers aller Zeiten geworden sind. Das Londoner Kandidatenturnier, ein Rundenturnier mit acht Spielern, um den Herausforderer von Viswanathan Anand zu finden, hatte von allem etwas:

„Bei der WM bin ich völlig neutral“


Die Nachricht von seinem "Transfer" hat eingeschlagen wie eine Bombe: Peter Heine Nielsen beendete nach elf Jahren die 2002 begonnene Zusammenarbeit mit Weltmeister Viswanathan Anand - und wechselte als Sekundant zum Weltranglistenersten Magnus Carlsen!

Ein Triumph für die Ukraine


Eines der jüngsten Kinder in der großen Familie der Schachweltmeisterschaften ist die WM für Frauennationalmannschaften. Das Turnier wurde erst vor sechs Jahren ins Leben gerufen. Die Erstaustragung fand 2007 in Jekaterinburg (Russland) statt, die nächsten beiden Auflagen wurde 2009 in Ningbo (China) und 2011 in Mardin (Türkei) ausgerichtet.



Moskauer Schachwinter


Der Frühling erreicht in diesen Tagen Europa, doch im Land mit den kalten Wintern ist die heiße Jahreszeit bereits vorbei! Schach-Winter in Russlands Kapitale lassen die Emotionen hochkochen und die Schach-Metropole Moskau erlebte 2012/13 bei allen Schachdisziplinen denkwürdige Duelle mit Top-Spielern und der heimischen Schachspitze.

Zweite Dekade eines erstklassigen Turniers


Die elfte Auflage des nach dem Sponsor Tradewise Insurance benannten Open am südlichsten Zipfel Europas lockte hunderte Aktive an. Dreistellige Teilnehmerzahlen wurden auch in Nebenveranstaltungen registriert, und allein in dem Haupt-Event, dem "Masters", waren 242 teils weltbekannte Spieler aus 51 Ländern am Start.

Jenbach ist nicht zu stoppen


Der SK Sparkasse Jenbach konnte nach der zweiten Mehrfachrunde (17. bis 20. Januar in Graz) die Führung in der 1. Bundesliga der Alpenrepublik noch ausbauen. Nach dem Schlüsselspiel gegen den Dauerrivalen SK Advisory Invest Baden, das die Tiroler mit 3,5:2,5 für sich entscheiden konnten, führt Jenbach mit 14:0 Mannschaftspunkten das Feld unangefochten an.

Erste Weltmeisterschaft der Städte


Das jüngste Kind in der großen Familie der Schachweltmeisterschaften ist der Mannschaftswettbewerb der Städte, dessen Premiere zum Ausklang des alten Jahres stattfand, genau vom 21. bis zum 28. Dezember 2012. Als Austragungsort diente Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo im Sommer die Erde (oder besser der Sand) förmlich glüht, im Winter aber angenehme Temperaturen um 20 Grad herrschen.


Turniere um die Jahreswende


Aus der Fülle der Veranstaltungen um die Jahreswende präsentieren wir an dieser Stelle exemplarisch das Turnier der Großmeisterinnen in Erfurt, bei dem sich Ketino Kachiani-Gersinska mit einem Punkt Vorsprung vor Iweta Rajlich durchsetzte.


Carlsen stürmt den „Mount Everest“


Es gibt Rekorde und Rekorde. In der einen oder anderen Sportart bedeutet schon eine Hundertstel Sekunde weniger eine Spitzenmarke und diese wird auch noch alle paar Monate verbessert. Außer einigen Spezialisten behält da niemand den Überblick. Und es gibt Rekorde, die vermeintlich für die Ewigkeit bestimmt und deshalb Abermillionen Menschen bekannt sind.



Spannende Schlussphase der Frauenweltmeisterschaft


"Ein weiterer Hecht im Karpfenteich" untertitelte SM64 in der Dezember-Ausgabe ein Foto von Anna Uschenina, die in Runde zwei der Frauen-Weltmeisterschaft mit dem Match-Sieg gegen die an drei gesetzte Anna Muzychuk ihren Beitrag zum Favoritinnen-Sterben beigetragen hatte. Der Hecht wurde zu einem Riesenhai:


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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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