Schach Magazin
Archiv 2014 ::

Entscheidung an der Aller


Die 85. Auflage der Deutschen Einzelmeisterschaft wurde in der Zeit vom 20. bis zum 30. November in Verden an der Aller von dem Niedersächsischen Schachverband und dem Landesschachbund Bremen gemeinsam ausgerichtet. Da diese Organisationen nicht nur benachbart, sondern auch wie sie betonen befreundet sind, gelang die Ausrichtung vorzüglich, wie auch mehrere Teilnehmer ausdrücklich betonten.


Wildes Angriffsschach


Der neunte Schachweltmeister Tigran Petrosjan (1929 - 1984) war der Inbegriff des Verteidigungskünstlers. Niemand sonst musste so selten eine Niederlage hinnehmen, weswegen er von der Presse seines Heimatlandes als "bester Torwart Armeniens" apostrophiert wurde. Manch anderem gefiel das Bonmot "Petrosjan sieht auf dem Brett immer 64 schwache Felder" noch besser.


Anands Aufwärmtraining für Sotschi


Fünf Wochen vor dem Beginn seines WM-Matches gegen Carlsen spielte und gewann Viswanathan Anand ein kleines, aber stark besetztes Viererturnier, das "Chess Masters" (früher Grand Slam genannt), das parallel zu dem Hauptschachereignis dieses Herbstes in Bilbao, dem Europacup (siehe nächste Seiten), ausgetragen wurde.


Schachzug wieder unter Dampf


Stellen Sie sich ein Turnier vor, bei dem der Schiedsrichter die Teilnehmer auffordert, fair zu spielen, die Uhren anstellt und verschwindet. Wo Ihr Handy klingelt, aber nichts passiert. Wo Spasski Ihr Gepäck von einer in die andere Stadt befördert. Und wo der Sieger ermittelt wird, indem eine Maxime des Spaniers Ruy Lopez aus dem 16. Jahrhundert befolgt wird: "Stelle das Brett so hin, dass die Sonne deinen Gegner blendet."


Caruana! – Ein-Mann-Show beim stärksten Turnier des Jahres


Weltklassespieler stellt man nicht so schnell in den Schatten. Eine dieser seltenen Ausnahmen geschah bei der zweiten Auflage des topbesetzten Sinquefield Cups in Saint Louis. Der Weltranglistendritte Fabiano Caruana legte vom Start an ein Höllentempo vor, übernahm ab der zweiten Runde die alleinige Tabellenführung, besiegte in der dritten Runde mit Schwarz den Weltmeister und - er hörte und hörte nicht auf.


Jubiläumsauflage der NATO-Meisterschaft


Wie in anderen Sportarten maßen sich auch im Schach in diesem Jahr Soldaten und Zivilbedienstete aus den NATO-Staaten zur jährlichen Schachmeisterschaft; sie wird bereits seit 1989 mit immer wechselnden Austragungsorten durchgeführt und fand in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Der historische Austragungsort, Quebec City in Kanada, gab dem Turnier einen würdigen Rahmen.


Asiatischer Triumph in Norwegen


Ende gut, alles gut, sagt der Volksmund. Nach dem Schildbürgerstreich des Organisationskomitees (unberechtigter Ausschluss von acht Nationen aus dem olympischen Wettbewerb, wir berichteten in der letzten Ausgabe) beugten sich die Ausrichter dem Druck des Weltschachbundes, der sogar die denkbare Verlegung der Olympiade ins Spiel brachte, und ließ alle Teams zu. Nachdem auch die fällige Entschuldigung der Norweger nachgeholt wurde, zog der russische Schachverband seine Schadenersatzklage zurück.


Denksportler, wohin das Auge reicht


Gleich nach der Wende im Jahre 1990 setzte sich in der osttschechischen Stadt Pardubice ein Trio aus jungen Schachorganisatoren zusammen und gründete ein privat organisiertes Turnier. Aller Anfang ist schwer und die erste Auflage lockte nur 40 Schachfreunde in den Veranstaltungssaal einer Gaststätte. Doch den Gästen gefiel es, sie verlangten nach einer Wiederholung


Drei WM-Titel in einer Hand


Im Schach werden keine olympischen Einzelwettbewerbe ausgetragen, absolute Gradmesser für Individualleistungen sind die Weltmeisterschaften. Der Weltmeistertitel im Turnierschach wird seit Ende des vorletzten Jahrhunderts vergeben, seit dem WM-Match Lasker gegen Steinitz 1894.


Ein ganz lieber Pitbull


Abseits des Brettes gehört Valentina Gunina zu den sympathischsten Erscheinungen in der internationalen Schachszene. Immer freundlich, immer zu Späßchen aufgelegt, immer ein Lächeln auf den Lippen. Und sie ist die härteste Gegnerin, die man sich vorstellen kann. "Ungestüme Energie" kennzeichne die kleine, aber willensstarke Russin, so chess24.com, "sie ist eine ganz liebe Person, aber am Brett ein Pitbull", so eine Kollegin, die doch ungenannt bleiben will.


Karjakin stiehlt Carlsen die Show


Innerhalb der letzten Jahre ist in dem Land der Fjorde viel passiert, und vieles davon ist Magnus Carlsen zu verdanken. Sein Sieg bei der Weltmeisterschaft hat das Ansehen des Schachspiels verbessert und die Bereitschaft zum Schach-Sponsoring erhöht. Als der Schachorganisator Kjell Madland vor einem Jahr das erste norwegische Superturnier aus der Taufe hob, hatte er im Vorfeld noch sehr hart arbeiten müssen, um die nötigen Mittel zusammenzubekommen.


Mitropa-Cup 2014


Eines der ältesten europäischen Turniere nahm seinen Anfang in Graz. Dort lebten drei Legenden des österreichischen Schachs, Gertrude und Karl Wagner (beide jahrelang als einziges lizenziertes Schachschiedsrichter-Ehepaar der Schachwelt bekannt; inzwischen gibt es mehrere) und der spätere Präsident des österreichischen Schachbundes Prof. Kurt Jungwirth.


Französischer Sieg an schwedischer Küste


In den beiden letzten Dekaden sind mehrere traditionelle Topturniere verschwunden, zunächst Linares und VSB Amsterdam, zuletzt MTel in Sofia und Nanjing. Die Liste der "Überlebenden" wird von Wijk aan Zee angeführt (über 76 Austragungen unter verschiedenen Sponsorennamen, von Hoogovens über Corus bis Tata) sowie dem sparkassen chess meeting in Dortmund, das in diesem Jahr die 43. Auflage erleben wird.


Frauen-WM in den „schnellen Disziplinen“


Nach dem Kandidatenturnier im März und dem Frauen-Grand-Prix in der ersten Aprilhälfte war die westsibirische Stadt Chanty-Mansijsk erneut Austragungsort eines Spitzenturniers. Vom 23. bis zum 28. April ging es um die WM-Titel der Frauen im Schnellschach und im Blitzschach. Die erste der beiden WMs wurde mit 15 Runden Schweizer System an drei Tagen ausgetragen.


Spannender Showdown in der Bundesliga


Am ersten April-Wochenende reisten Schachprofis aus zwei Dutzend Ländern nach Deutschland, genau nach Eppingen, einer badischen Stadt mit nur rund 20 000 Einwohnern, aber mit über 200 Vereinen. Einer davon ist der Schachclub Eppingen (SCE), der dieses Mal die Ausrichtung der zentralen Runde der Bundesliga übernommen hatte und diese Aufgabe meisterhaft schultern konnte.


Eine Klasse für sich


Am Ostermontag endete in der westsibirischen Stadt Chanty Mansijsk, bekannt u. a. als Austragungsort der Schacholympiade 2010 und vieler weiterer Spitzenveranstaltungen, das neueste Turnier der Grand Prix Serie für Frauen. Die amtierende Weltmeisterin Hou Yifan stellte dabei ihre Sonderklasse erneut unter Beweis.

Eine WM-Revanche steht an!


Die Geschichte von Anands glorreichem Comeback begann im Dezember 2013 bei einem Dinner anlässlich des Londoner Classic Turniers. Die ehemaligen WM-Gegner Viswanathan Anand und Wladimir Kramnik saßen zusammen und unterhielten sich über dies und jenes, dann kam die Rede auf das Kandidatenturnier im März 2014 und da fragte Kramnik, warum zögerst du mit der Zusage?


Der Titel geht nach Vorarlberg


"Kärnten ist eben das Schachland. Nicht von ungefähr ist es mit vier Vereinen in der ersten Bundesliga vertreten und besetzt mit Markus Ragger und Eva Moser den österreichischen Schachgipfel. In dieses Bild passt es gut, dass Sankt Veit zum Finale der 1. Bundesliga einlädt", steht in der Grußbotschaft des österreichischen Schachpräsidenten Prof. Kurt Jungwirth zu der besagten finalen Mehrfachrunde


Im Zeichen der Diamanten


Bei dem Turnier, von dem gleich die Rede sein wird, trifft der Begriff "hochkarätig" in zweierlei Hinsicht zu: Mit dem amtierenden Weltmeister, seinem Vorgänger sowie vier weiteren absoluten Spitzenkönnern kam ein Teilnehmerfeld der Sonderklasse zusammen, und die Firma IGC des Sponsors Oleg Skvortsov ist ein weltweit bedeutendes Unternehmen im Bereich der Prüfung und Bewertung von Diamanten.


Riesenturnier am Affenfelsen


An diesem gewaltigen Brocken - 4,5 Kilometer lang und bis zu 426 Meter hoch - wurde immer schon Geschichte gemacht. Mal zogen die Europäer wie zum Beispiel die germanischen Vandalen an dem Felsen von Gibraltar vorbei, überquerten die Meeresenge zwischen Afrika und Europa und fielen in Nordafrika ein. Mal ging es in umgekehrter Richtung, wobei der Einmarsch der Mauren anno 711 die arabische Eroberung Spaniens einleitete.

„Gott nytt år!“


Nicht nur vielen Schachspielern fällt in der Zeit zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige die Decke auf den Kopf, was in der regen Teilnahme an Turnieren während dieser Zeit durchaus ihren Niederschlag findet. Wer nichts dagegen hat, auch über Silvester ein attraktives und stark besetztes Turnier zu spielen und das alles noch dazu in einer kulturell ziemlich abwechslungsreichen Stadt wie Stockholm,


Weiter Aufwind im Hohen Norden


Wie, die Teilnehmerzahlen bei Schach-Open sollen rückläufig sein? In dem einen oder anderen Landstrich mag das zutreffen, aber nicht im Hohen Norden, genauer in Bad Zwischenahn (nahe Oldenburg). Nach dem Start im Jahre 1999 entwickelte sich der NordWest-Cup schnell zu einer Dauereinrichtung: "Die Mischung aus teilnehmenden Großmeistern und attraktiven Preisen in vielen Ratinggruppen hat sich so bewährt,


Schönheit kommt vor Alter


In den 90er Jahren gehörten die von dem holländischen Multimillionär und Schachförderer Joop van Oosterom organisierten Vergleichskämpfe zwischen Großmeistern der älteren Generation und einer Weltauswahl der Frauen zu den schönsten Veranstaltungen weltweit.


Jugend-WM: Triumph für Indien


Vom 17. bis zum 29. Dezember wurde in Al Ain (Vereinigte Arabische Emirate) die Jugendweltmeisterschaft in allen Altersklassen von U8 bis U18 ausgetragen. Die Großveranstaltung mit fast zweitausend Aktiven und unzähligen Betreuern stellte hohe Ansprüche an die Organisatoren.


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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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