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Archiv 2015 ::



Der Europapokal geht nach Sibirien


Im Jahre 1992 überraschte das neu gebildete russische Team die Konkurrenz bei der Schacholympiade mit der Aufstellung des damals erst 16-jährigen Wladimir Kramnik. Der junge Mann, der damals nicht einmal den IM-Titel hatte, erhielt die Berufung aufgrund der Fürsprache von Garry Kasparow, der Kramniks riesiges Talent früh erkannte.


Goldregen für Indien, ein WM-Titel für Deutschland


Mit einer Sensation endete die diesjährige Jugendweltmeisterschaft, ausgetragen vom 25. Oktober bis zum 3. November im griechischen Porto Carras: die Vertreter der großen Schachnationen wie Russland, China und die USA konnten keinen einzigen Titel holen. Indien gewann dagegen 11 Medaillen: fünf Mal Gold und je dreimal Silber und Bronze.


Carlsen und Grischuk zocken weltmeisterlich


Stell' dir vor, es ist Weltmeisterschaft und jeder geht hin! Wie es scheint konnte sich keiner der russischen Organisatoren der Rapid- und Blitz-WM vom 10. bis 14. Oktober in Berlin das wahre Zuschauerinteresse ausmalen; für die in etwa 200 Spieler hatte man zwar gute Bedingungen geschaffen, doch für den Ansturm an Besuchern war man nicht gerüstet


Dramatische Wende im Finale


Seit Jahrhunderten sind Gladiatorenkämpfe ein Begriff für das gegenseitige Abschlachten mit nur einem Sieger und einer Schar der Gescheiterten am Ende. Im medialen Zeitalter folgt die TV-Erfolgsserie "Tribute von Panem" in den "Hungerspielen" einem ähnlich brutalen Szenario.


Zu Gast in Amerikas Schachhauptstadt


Die besten Schachadressen bzw. die Schachhochburgen finden sich nicht unbedingt in den Metropolen. In Chanty Mansijsk beispielsweise, eine Stadt mit nur 80 Tausend Einwohnern, wurden in den letzten Dekaden mehr Topveranstaltungen durchgeführt als in Moskau. Auch das norwegische Stavanger (130 000 Einwohner) hat mehr Spitzenschach gesehen als Oslo,


Paukenschlag in Sibirien


Die westsibirische Schachhochburg Chanty-Mansijsk richtete in der ersten Septemberhälfte die diesjährige Weltmeisterschaft der Spielerinnen und Spieler unter 20 Jahren aus. Der Ausgang beider Turniere war höchst überraschend. Bei den jungen Frauen waren die hohen Favoritinnen mit den Duellen untereinander beschäftigt und nahmen sich die Punkte weg.


Ein Zieleinlauf wie im Radsport


Freunde des Radsports erleben es wiederholt, dass eine dicht zusammengedrängte Gruppe fast zeitgleich die Ziellinie passiert. Über den Sieg entscheiden oft nur Zentimeter, das kann man mit bloßem Auge kaum erkennen, also hilft eine spezielle Lichtschranke oder eine Zielkamera.


Dresdner Allerlei


In der sächsischen Hauptstadt wurden schon immer Schachturniere ausgetragen, aber die Tradition einer alljährlich stattfindenden großen Veranstaltung begann 1992. Damals wurde das erste Dresdner Open ausgerichtet und symbolträchtig von der Dresdner Schachlegende Wolfgang Uhlmann gewonnen.


Eine Traumkombination setzt den Schlussakkord


Manche Schlussrunden verlaufen eher langweilig, die Profis sichern ihre Pfründe mit einem lahmen Kurzremis. Und manche andere enden mit einem Paukenschlag, so auch die 43. Auflage des traditionsreichsten Großmeisterturniers auf deutschem Boden.


Duell der Supermächte


Vergleichskämpfe zwischen Russland und China ziehen immer ein großes Interesse auf sich, denn dabei treten stets Mix-Mannschaften an, zusammengestellt aus 2-3 aktuellen Nationalspielern und ebenso vielen besten Junioren, die allerdings zumeist bereits an die Weltklasse heranreichen.


Französische Spitzenliga mit 66 Großmeistern


Die französische Spitzenliga heißt Top 12. So viele Achterteams nehmen teil, die anders als in Deutschland oder Österreich, aber ähnlich wie in Russland oder Spanien die Meisterschaft in einem Rutsch absolvieren. Alle Teams kommen zu einem bestimmten Termin (in diesem Jahr 30. Mai bis 9. Juni) zusammen und spielen die Meisterschaft aus.


Geheimtipp Sardinien


Bei manchen Turnieren stehen Leistung, Elopunkte und Preisgeld im Mittelpunkt, bei anderen wiederum die Erholung an landschaftlich schönen Orten, mit leckerem Essen und einem guten Tropfen am Abend und tagsüber eine Schachpartie, gerne auch gegen einen starken Gegner. Für die zweite Gruppe ist das Turnier in Capo d'Orso an der Nordküste der Mittelmeerinsel Sardinien genau das richtige.


Chinesen feiern das Double, Russen erneut frustriert


Acht Monate nach ihrem Olympiasieg in Norwegen konnte Chinas Schachnationalmannschaft erneut einen Triumph feiern. Mit dem Sieg bei der Mannschaftsweltmeisterschaft in Zaghkadsor (Armenien) gelang ihr das höchst seltene "Double", der Gewinn der beiden bedeutendsten Turniere für Nationalteams innerhalb Jahresfrist.


In Georgien hängt der Himmel voller Geigen


In punkto Frauenschach ist die kaukasische Republik Georgien mit ihren nur vier Millionen Einwohnern ein Phänomen. Der "Urknall" fand 1962 statt, als die damals 21-jährige Nona Gaprindaschwili Schachweltmeisterin wurde und in ihrer Heimat einen lange anhaltenden Schachboom auslöste, dessen Nachhall bis heute wirkt.


Die „kleine Schwester“ macht den Familientraum wahr


Seit fast zwei Jahrzehnten hegte eine Familie aus der Westukraine einen Traum: Eine Tochter der Schachtrainer Oleg und Natalia Muzychuk sollte Schachweltmeisterin werden. Nur dachten die Eltern und mit ihnen so ziemlich die ganze Schachwelt dabei an die 1990 geborene Anna und nicht an die knapp zwei Jahre jüngere Maria.


Zehnmal Meister in Folge


"Es ist außergewöhnlich, zehnmal in Folge die Meisterschaft zu gewinnen", unterstreicht Etienne Bacrot und scherzt in Richtung seines Trainingspartners und Freunds Arkadij Naiditsch, "wie können wir Meister werden, wenn Du nur zwölf Punkte aus 15 Partien holst?"


Déjà vu oder die anhaltende Faszination für Cappelle la Grande


Wer einmal das "Palais des Arts et des Loisirs" während des Open Cappelle la Grande erlebt hat, der wird sich dem speziellen Charme dieses Ereignisses auf Dauer nur noch schwer entziehen können. Das von 28. Februar bis 7. März heuer bereits zum 31. Mal ausgetragene Schachfestival lockte diesmal knapp 200 Titelträger und insgesamt 555 Starter an,


Vier Liga-Wettbewerbe als krönender Abschluss


Mit einer neuen und gelungen umgesetzten Idee schloss der Österreichische Schachbund seinen Ligabetrieb ab. Vom 19. bis 21. März wurden in Mayrhofen (Tirol) nicht nur die drei Schlussrunden der 1. Bundesliga ausgetragen, sondern parallel dazu auch die der Frauenbundesliga, und am Sonntag für beide Ligen noch eine Blitzmannschaftsmeisterschaft durchgeführt und damit ein Sahnehäubchen aufgesetzt.


„Kleiner Meister“ bietet Weltmeister die Stirn


Die wohlwollende Titulierung als „Meister“ von seinem Bundesliga-Kapitän Sven Noppes korrigierte Arkadij Naiditsch mit leiser Stimme: „Kleiner Meister!“, entgegnete der beste deutsche Schachspieler um Mitternacht enttäuscht und erschöpft. Der Weltranglisten-38. hatte soeben Magnus Carlsen in zwei Verlängerungen jeweils ein 1:1 abgetrotzt –


Deutsche Meisterschaft der Frauen


Zum zweiten Mal wurde die Deutsche Frauenmeisterschaft in Bad Wiessee ausgetragen und die Teilnehmerinnen hatten wieder hervorragende Spielbedingungen, stellt der Hauptschiedsrichter Wolfgang Fiedler fest. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Spielbankbesuch, Fackelwanderung und ausgezeichneter Verpflegung machten die Veranstaltung zu einem tollen Event.


Zum Sieg getrieben


Für den amtierenden Weltmeister war das erste Superturnier des noch jungen Jahres 2015 mit ungewöhnlichen Erfahrungen verbunden. Zum einen musste das norwegische Schachgenie fast zwei Drittel der Turnierdistanz hinter einem oder mehreren Spitzenreitern hinterherhetzen und konnte sich erst in der Schlussphase einen knappen Vorsprung erarbeiten und diesen ins Ziel retten.


Thüringer Schachfestival weiter im Aufwind


Mit 407 Teilnehmern, 59 mehr als im Vorjahr, verzeichnete das 24.Erfurter Schachfestival eine neue Rekordzahl, schreibt Schachfreund Wolfgang Gerard, der bereits bei vielen Schachveranstaltungen in verschiedenen Funktionen mitwirkte, bei dieser als Schiedsrichter. Allein auf das Meisterturnier (Elo/DWZ 1900) entfielen 44 Zugänge.


Eine Europameisterschaft im Doppelpack


Unter dem Aspekt von Teilnehmerzahlen gehören die Europameisterschaften in den "schnellen Disziplinen" zu den größten Turnieren weltweit. Bei der diesjährigen Austragung beteiligten sich 616 Schachfreunde an dem Wettbewerb im Blitzschach, bei der Schnellschach-EM wurde mit 780 Teilnehmern ein neuer Rekord aufgestellt. Dieser Zuspruch hat auch mit dem Ausrichterland zu tun, Polen liegt ja gut erreichbar in Mitteleuropa


Von Hecken-Gemüse und versenkten Deutschen


Kleinere Inseln haben weltweit den Ruf, einen ganz eigenen Charakter zu entwickeln oder einen speziellen Menschenschlag hervorzubringen. Bei der Kanalinsel Guernsey ist das nicht anders - das 78 Quadratkilometer-Eiland ist zwar britischer Kronbesitz, jedoch kein Teil des Vereinigten Königreichs. Seine Individualität pflegt Guernsey deshalb aber nicht nur als Steuer-Oase, durch eine eigene Währung (das Guernsey-Pfund) und Briefmarken, sondern durch seine besondere geografische Lage:


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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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