Schach Magazin
Israel ::

Ab dem 19.November wird in Jerusalem die Mannschafsweltmeisterschaft ausgetragen.

Dieses Turnier ist neben der Schacholympiade der wichtigste internationale Team-Wettkampf im Schach und ist dementsprechend stark besetzt. Das ist zwar auch dieses Mal der Fall, dennoch weisen manche Teams überraschende „Löcher“ auf.

So tritt Indien ohne sein Schachidol Viswanathan Anand an, der als Partiekommentator engagiert wurde. Im indischen Team fehlen aber auch die beiden Supertalente Gukesh und Erigaisi, die beide bei der Schacholympiade im Sommer dieses Jahr so strahlend aufblitzten. Frankreich lässt ihre kostbare Neuanschaffung Alireza Firouzja (neuerdings Nummer 4 der Welt!) zu Hause. Auch der beste Spieler des austragenden Landes Israel, der Vizeweltmeister 2012 Boris Gelfand, fehlt auf der Mannschaftsliste. Bei der Ukraine wird die Schachlegende Iwan­tschuk am zweiten Bett sitzen, sonst hütet er das Spitzenbrett und das seit über 30 Jahren. Das Geheimnis wurde gelüftet: Kovalenko ist gebürtiger Ukrainer, hatte jedoch seinerzeit mit diesem Schachverband gebrochen und sich für Lettland angemeldet. Jetzt aber will er seinem Heimatland beistehen, dreimal darf man fragen, warum.

Von den stärksten Schachländern haben zwei quasi nur ein B-Team gemeldet. Russland, das als kriegsführende Nation nur unter einer neutralen Flagge hätte antreten dürfen, verzichtete ganz. China, das Reich der Mitte, hat immer noch in einigen Provinzen ein Coronaproblem. Und die USA stellte den nicht unumstrittenen Hans Moke Niemann am ersten Brett auf, was von dem Team anscheinend nicht goutiert wurde.

Die großen Drei werden das Rennen um die Weltmeisterehren in diesem Jahr also wohl nicht machen. Wer dann? Wir beherzigen die alte Weisheit: Prognosen sind schwierig, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. (Mark Twain)

Vielen herzlichen Dank!

Otto Borik

 

Zum Titelbild:


Mit 4,5 Punkten aus 5 Runden bei einer astronomischen Leistungszahl von 2907 Elopunkten wurde der Spanier David Anton Guijarro der beste Einzelspieler der diesjährigen Austragung des Europacups

Foto: Lennart Ootes

 

Lust auf mehr? Tun Sie sich etwas Gutes und bestellen Sie das Abo oder das supergünstige Probeabo der beliebten Zeitschrift Schach-Magazin 64 beim Verlag Carl Ed. Schünemann:

- per E-Mail: kontakt@schach-magazin.de
- per Post: Schünemann-Haus, 28174 Bremen
Schach-Magazin a a a
Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

Designelement  :: Aktuelles Designelement
  Aktuelles Heft
Aktuelles Heft
Im Heft blättern
 

Designelement  :: Jahrgangsschuber Designelement
  Jahrgangsschuber
Aktuelles Heft
Der Preis pro Stück für 12 Ausgaben – inklusive Porto und Schutz-Verpackung beträgt € 14,90
Bestellungen bitte unter
Tel.: (0421) 36 90 325