Schach Magazin
Carlsens Pläne ::

Wie schon auf der Titelseite zu lesen ist und im Heft auf zwei Dutzend Seiten ausführlich dokumentiert wird, heißt der alte und neue Weltmeister wieder (einmal) Magnus Carlsen. Der Champ kann sich nun zwei Jahre ausruhen und sich dann den nächsten Herausforderer vornehmen, der in einem Kandidatenturnier ermittelt werden wird.

So steht es in den Regeln für den Zyklus der Schachweltmeisterschaften. Doch Carlsen hat eigene Pläne. In einem Interview sagte er, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass er 2023 seinen Titel verteidigt, wenn der Herausforderer nicht Alireza Firouzja heißt. Nur dieser Herausforderer wäre also eine Motivation für den amtierenden Weltmeister.

Ein Match zwischen dem raketenhaft aufsteigenden Franzosen iranischer Abstammung steht bereits auf der Wunschliste vieler Schachfreunde, doch – lieber Magnus Carlsen – so haben wir nicht gewettet.

Bevor der Weltschachbund FIDE nach dem Zweiten Weltkrieg ein sportlich einwandfreies Reglement für den Kampf um die Schachweltmeisterschaft durchsetzen konnte, hatte es der Weltmeister in der Hand, wen er als Herausforderer akzeptierte. Das gefiel den Stars wie Fischer oder Kasparow, der demokratisch gesonnenen Weltgemeinschaft jedoch weniger. Kasparow fabulierte seinerzeit von der „Zerschlagung“ der FIDE, holte sich jedoch dann bei den Wahlen eine Abfuhr.

Carlsen ist ein großartiger Spieler, aber in einer weltweiten Sportorganisation können nicht alle nach der Pfeife eines Einzelnen tanzen. Ein privates Match zwischen Carlsen und Firouzja wäre gewiss sehr interessant, dies dann aber ganz nach gusto zur Weltmeisterschaft auszurufen, kann nach derzeitigem Wissenstand nicht legal erreicht werden.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:


Magnus Carlsen ist seit 2013 ununterbrochen Weltmeister und kann auf fünf siegreiche WM-Kämpfe zurückblicken.

Foto: fide / Eric Rosen

 

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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