Schach Magazin
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben ::

In der zweiten Novemberwoche meldeten viele, auch bekannte Medien, eine ganz spezielle Nachricht. „Die beste deutsche Schachspielerin Elisabeth Pähtz darf künftig als erste Deutsche den Titel Großmeister tragen. Die 36 Jahre alte Wahl-Berlinerin wurde am Sonntag bei der WM-Vorausscheidung in Riga Zweite. Dafür erhielt sie nicht nur 15.250 Dollar Preisgeld, sondern sicherte sich auch eine dritte Titelnorm zum Großmeister (FAZ.NET).

Am 8. November meldete sich Conrad Schormann („Perlen vom Bodensee“) zu Wort. „Die Nachricht, Pähtz werde jetzt Großmeister, ist bestenfalls voreilig. Noch steht ein Fragezeichen hinter ihrem Titel. Pähtz‘ 2016 bei der Europameisterschaft erzielte zweite GM-Norm könnte sich nachträglich als ungültig erweisen.“ Der Sprecher des Weltschachbundes David Llada beeilte sich mit einer englischsprachigen Meldung (weiter im Text übersetzt) und klärte auf. „Die offizielle Titelverleihung erfolgt ausschließlich beim Kongress des Weltschachbundes. Zuvor werden die erreichten Normen von der FIDE-Qualifikationskommission überprüft, die sie validieren muss. Da Elisabeth gerade ihre dritte Norm erreicht hat, hat dieser Prozess gerade erst begonnen. Ja, wir sind uns bewusst, dass es möglicherweise ein Problem mit einer der Normen gibt, aber wir können uns dazu erst äußern, wenn alle Informationen noch einmal überprüft wurden.“

Die Sache ist klar. Auch bei den Titelnormen muss alles seinen, manchmal bürokratischen Weg gehen. Vergessen wir also die etwas voreilig verbreitet Meldung und wünschen der deutschen Spitzenspielerin, dass ihre Norm doch anerkannt wird oder (falls nicht), dass ihr bald eine neue gelingt. Das Zeug dazu hat sie schon längst.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:


Beim Grand Swiss der Frauen in Riga konnte sich die deutsche Spitzenspielerin Elisabeth Pähtz in hervorragender Form präsentieren und sich für die Grand Prix-Turniere qualifizieren.
Das Bild wurde 2018 bei der Olympiade in Batumi aufgenommen.

Foto: Cathy Rogers

 

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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