Schach Magazin
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Teimour Radjabov ist ein Star, seit er im Alter von 15 Jahren beim Spitzenturnier in Linares 2003 gegen Garry Kasparow gewann und für diese Partie den Schönheitspreis des Turniers verliehen bekam. Die Welt lag ihm zu Füßen und manche Kommentatoren sprachen von dem Teenager aus Aserbaidschan als zukünftigem Weltmeister.

2011 qualifizierte sich Radjabov das erste Mal für die Kandidatenwettkämpfe, aber wurde gleich in der ersten Runde von Wladimir Kramnik aus dem Rennen geworfen. Zwei Jahre später erhielt Radjabov einen Freiplatz für das Kandidatenturnier, aber er wurde in diesem Turnier Letzter und sein Ehrgeiz ließ nach. Nach seiner Heirat und Gründung einer Familie handelte der damalige Twen wie Boris Spassky am Ende seiner Laufbahn. Er spielte weniger und machte eine hohe Prozentzahl seiner Partien Remis.

Als Radjabov für den Weltcup 2019 nach Chanty-Mansijsk kam, gestand er, dass er immer wieder daran denken würde, sich vom Turnierschach zurückzuziehen und ihn ein wirklich schlechtes Turnier tatsächlich zu diesem Schritt veranlassen könnte. In Chanty-Mansijsk wollte er jedoch spielen, denn "entweder ist man hier und spielt oder man spielt überhaupt kein Schach mehr." Aber am Ende des Marathonturniers hatte er den Weltcup gewonnen und konnte ein Preisgeld von 110 Tausend Dollar mit nach Hause nehmen.

Was war sein Erfolgsrezept? Radjabov meinte dazu, er sei vollkommen entspannt gewesen und verschwendete keine Gedanken, wie lange er in dem K.-o.-Wettbewerb überleben könnte. Bei Konkurrenten, die verzweifelt darum kämpften, ins Finale zu kommen, und sich so für das Kandidatenturnier 2020 zu qualifizieren, erwies sich das als perfekte Strategie. Mehr darüber ab Seite 11.

Viel Spaß bei der Lektüre.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:

Teimour Radjabov konnte den favorisierten Chinesen Ding Liren im Finale des Worldcups 2019 – ein bisschen auch zu seiner eigenen Überraschung – besiegen und sicherte sich so einen Platz im Kandidatenturnier 2020.

Foto: khantymansiysk2019.fide.com / Kirill Merkuryev

 

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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