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Chinas Double

Schacholympiaden werden seit 1927 ausgetragen, lange Zeit als offene Klasse (ohne Unterscheidung nach Geschlechtern). Ab 1957 wird ein separates olympisches Turnier für Frauen ausgerichtet. Erst ab dieser Zeit war ein Double - der Sieg eines Landes in beiden Klassen - überhaupt möglich.

Zunächst war das Double keine Ausnahme, sondern eher die Regel, jeweils mit der Sowjetunion als Doppelsieger. Allein die Ungarn haben dreimal dem Abonnementmeister Gold weggeschnappt: 1978 in der offenen Klasse, 1988 und 1990 bei den Frauen, wo die legendären Polgar-Schwestern die ersten drei Bretter stellten, weswegen das ungarische Frauenteam auch scherzhaft "Polgarien" genannt wurde.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion veränderte sich auch die Schachwelt. Die sowjetische Hegemonie gehörte der Vergan-genheit an. Zwar siegten Russlands Männer bei sechs der letzten 13 Schacholympiaden, die russischen Frauen schafften es dreimal, jedoch niemals beide Teams bei der gleichen Veranstaltung. Die aufstrebende neue Schachgroßmacht China konnte bei den Frauen vier Mal in Folge (1998-2004) die Goldmedaille gewinnen, die Männer einmal (2014). Vier olympische Siege (1992-1996 und 2008) konnten auch georgische Frauen verbuchen, aber ihre männlichen Kompatrioten konnten mit ihnen nicht Schritt halten. Und so blieb bis vor kurzem das letzte schacholympische Double mit 1986 datiert.

Bis zum 5. Oktober dieses Jahres, an dem in Batumi die Siegerehrung der beiden Schach­olympiaden stattfand und dabei die chinesischen Denksportler in beiden Klassen den Sieg davontrugen. In beiden Klassen fiel die Entscheidung sehr knapp, in beiden Fällen musste die Zweitwertung herangezogen werden. Der Bericht über den spannenden Verlauf mit dramati-scher Auflösung folgt auf den nächsten Seiten. Viel Spaß bei der Lektüre.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:

Mit einem gemeinsamen Aufmarsch der Teilnehmer aus 180 Ländern und einem Fahnenmeer nach Art der Olympischen Spiele wurde die Schacholympiade 2018 in Batumi (Georgien) eröffnet.

Foto: David Llada / Batumi2018.fide.com

 

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  Unbändiger Vorwärtsdrang

Obwohl er schon ein gestandener Mann von 68 Jahren war, freute er sich wie ein Kind. Endlich sollte in seiner Heimatstadt Minsk ein Spitzenturnier ausgetragen werden, die Europameisterschaft nämlich, und sie sollte sein schachliches Schwanenlied werden.
 

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