Schach Magazin
Ein Wlad geht, ein Wlad kommt ::

Kürzlich machte in russischen Schachkreisen die Schlagzeile "ein Wlad geht, ein Wlad kommt" die Runde. Dazu muss man wissen, dass im slawischen Sprachbereich die Vornamen Wladimir und Wladislaw oft vorkommen, der erstgenannte noch etwas häufiger. Auch rund zwanzig Schachgroßmeister tragen einen dieser Vornamen, Exweltmeister Kramnik ist der bekannteste unter ihnen. Dieser erklärte am 29. Januar dieses Jahres seinen Rücktritt vom Schach als Leistungssport. Fast zeitgleich begann sein Landsmann Wladislaw Artemjew einen für einen 21-Jährigen beispiellosen Siegesslauf.

Am 30. Januar 2019 wurde Artemjew zum Sieger eines der weltweit stärksten offenen Turniere der Welt erklärt, dem Gibraltar Masters. 94 andere Großmeister hatten das Nachsehen, wie in dem Hauptbericht (Februarausgabe 2019) ausführlich dokumentiert.

Rund sechs Wochen später wurde in Kasachstans Hauptstadt Astana (die inzwischen in Nur-Sultan umbenannt wurde) die Mannschaftsweltmeisterschaft ausgetragen (vgl. Bericht in der letzten Ausgabe). Dabei siegte in der offenen Klasse das Team Russland, in dem sich Artemjew mit 6,5 Punkten aus 8 Partien besonders hervorgetan hat.

Am 29. März wurde ihm erneut eine Goldmedaille umgehängt, diesmal in seiner Eigenschaft als Wertungssieger der diesjährigen Europameisterschaft, die in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje ausgetragen wurde und über die in der vorliegenden Ausgabe ab Seite 8 berichtet wird.

So eine Erfolgsserie hat man schon lange nicht mehr gesehen. Künftig steht der junge Mann aus der sibirischen Stadt Omsk unter "verschärfter Beobachtung". Nicht wenige sehen in ihm - vielleicht etwas verfrüht, dennoch nachvollziehbar - Kramniks Nachfolger als Leader des russischen Schachs.

Ein großer Wlad ging und wird vermisst. Ein neuer Wlad ist da und wird vielleicht die Lücke schließen. Lassen wir uns überraschen.

Viel Spaß bei der Lektüre.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:

Innerhalb von nur zwei Monaten stand der 21-jährige Wladislaw Artemjew bei drei Weltklasseturnieren auf dem Siegertreppchen. Der junge Russe befindet sich förmlich im Siegesrausch.

Foto: Anastasia Karlovich

 

Lust auf mehr? Tun Sie sich etwas Gutes und bestellen Sie das Abo oder das supergünstige Probeabo (nur 9,90 Euro für 3 Hefte) der beliebten Zeitschrift Schach-Magazin 64 beim Verlag Carl Ed. Schünemann:

- per E-Mail: kontakt@schach-magazin.de
- per Post: Schünemann-Haus, 28174 Bremen
Schach-Magazin a a a
Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spieler der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

Designelement  :: Aktuelles Designelement
  Aktuelles Heft
Aktuelles Heft
Im Heft blättern
 

Designelement  :: Jahrgangsschuber Designelement
  Jahrgangsschuber
Aktuelles Heft
Der Preis pro Stück für 12 Ausgaben – inklusive Porto und Schutz-Verpackung beträgt € 14,90
Bestellungen bitte unter
Tel.: (0421) 36 90 325