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Letzter Testlauf

Schachweltmeisterschaften als Zweikämpfe fanden bereits im 19. Jahrhundert statt. Das 1866 ausgetragene Match zwischen Adolf Anderssen und Wilhelm Steinitz - sie waren die erfolgreichsten Spieler jener Zeit - wird als die erste Weltmeisterschaft der Schachgeschichte angesehen, auch weil Steinitz sich nach seinem 8:6-Sieg fortan als Weltmeister bezeichnete und diesen Anspruch durch weiteren Matcherfolge untermauerte, bis er 28 Jahre später den Titel an Emanuel Lasker verlor.

Interessanterweise haben Lasker und Steinitz bis zu ihrem Match 1894 gegeneinander keine einzige Turnierpartie gespielt, so dass es schwierig war vorherzusagen, wer mit dem Spielstil des Gegners wie zurechtkommt. Das ist heute anders. Bei der Vielzahl der heutigen Spitzenturniere kreuzen führende Spieler dauernd die Klingen. Magnus Carlsen und Fabiano Caruana haben seit der Qualifikation des Letztgenanten für das WM-Match drei Turniere (Blitz- und Schnellschach nicht eingerechnet) zusammen bestritten. Im April beim Grenke Chess Classic in Karlsruhe und Baden-Baden, Caruana siegte mit einem Punkt Vorsprung vor Carlsen. Im Juni bei Norway Chess gewann Caruana erneut vor Carlsen, diesmal mit einem halben Punkt mehr. Schließlich Ende August bei beim Sinquefield Cup in Saint Louis, wo sich die Beiden mit Aronian den Turniersieg teilten.

Einmal waren sie punktgleich, zweimal landete Caruana vor Carlsen: sind das Vorzeichen für das kommende Match? Nicht unbedingt: bei ebendiesen drei Turnieren endete die drei direkten Begegnungen der "Großen C" zweimal remis, eine Partie gewann Carlsen. Und bei der WM sammeln diese Kontrahenten ihre Punkte nicht gegen Anand, Aronian und Co., sie spielen nur gegeneinander …

Der Bericht über den letzten Testlauf vor der WM beginnt umseitig. Viel Spaß bei der Lektüre.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:

Fabiano Caruana, Levon Aronian und Magnus Carlsen teilen sich in diesem Jahr den ersten Platz und zu gleichen Teilen auch den ersten Preis beim Sinquefield-Cup in Saint Louis. Auf einen Stichkampf wurde verzichtet.

Foto: GCT / Austin Fuller

 

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  Unbändiger Vorwärtsdrang

Obwohl er schon ein gestandener Mann von 68 Jahren war, freute er sich wie ein Kind. Endlich sollte in seiner Heimatstadt Minsk ein Spitzenturnier ausgetragen werden, die Europameisterschaft nämlich, und sie sollte sein schachliches Schwanenlied werden.
 

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