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Remisen


Es ist schon ein paar Jährchen her, da lief in Moskau das erste Match zwischen Karpow und Kasparow, und die Regeln lauteten folgendermaßen: Sieger ist, wer den sechsten Sieg verbucht. Das Match nahm und nahm kein Ende. Nach 48 Partien, davon 40 Remis, hatten alle genug, aber nach Hause wollte keiner gehen. Schließlich wurde die WM von dem damaligen Weltschachbundpräsidenten Campomanes abgebrochen. Und ein Konsens wurde erzielt: Nie wieder solche Wettkämpfe, die theoretisch ewig dauern können.

In den folgenden Jahren wurden die WM-Regeln nach und nach angepasst, zunächst 24 Partien als Maximum, zwischendurch wurden gar keine WM-Zweikämpfe ausgetragen, sie wurden durch Turniere ersetzt, dann hieß es wieder "Kommando zurück", schließlich einigte man sich auf Zweikämpfe in dem Modus, wer nach 12 Partien vorn liegt, wird Weltmeister, falls niemand führt, steht ein Stichkampf an.

Dies hat sich im Prinzip bewährt. 2012 trennten sich Viswanathan Anand und Boris Gelfand 6:6, wobei beide Kontrahenten je eine Partie gewannen, zehn Duelle wurden remis, gemeckert hat keiner, da die Remisen meist gehaltvoll und ausgekämpft waren. Anand gewann den Schnellschachstichkampf und blieb Weltmeister.

Die Matches 2013 und 2014 gewann Carlsen jeweils gegen Anand (6,5:3,5 und 6,5:4,5), 2016 trennten sich Carlsen und Karjakin 6:6, den Stichkampf entschied Carlsen mit 3:1 für sich. Und in diesem Jahr kämpften Carlsen und Caruana um den Titel, beide ließen mehrere Gewinnchancen aus und der Stichkampf nach 12 Unentschieden endete mit 3:0 für den Weltmeister.

Über die Remisen im Hauptkampf haben sich einige Leute mokiert. Tatsache ist, in einigen wenigen Partien kam es zu nicht so interessanten Punktteilungen. Aber es gab auch absolut hochwertige Remispartien. Großmeister Ian Rogers war die ganze Zeit vor Ort und hat zu jeder Partie die Meinungen der WM-Kontrahenten eingefangen. Sein Bericht beginnt umseitig. Viel Spaß bei der Lektüre

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:

Nach fast drei Wochen zähem Ringen stand endlich fest: Carlsen bleibt Weltmeister!

Foto: Cathy Rogers

 

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  Unbändiger Vorwärtsdrang

Obwohl er schon ein gestandener Mann von 68 Jahren war, freute er sich wie ein Kind. Endlich sollte in seiner Heimatstadt Minsk ein Spitzenturnier ausgetragen werden, die Europameisterschaft nämlich, und sie sollte sein schachliches Schwanenlied werden.
 

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