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Spannung pur in Berlin



Ausrichtung kritikwürdig, der sportliche Inhalt preiswürdig, lautet das fast einhellige Urteil der Beobachter des Kandidatenturniers in Berlin, das sich - während diese Zeilen geschrieben werden - dem Ende nähert. Wenn Sie diese Ausgabe in den Händen halten, wird der Turniersieger und damit der neue Herausforderer des Weltmeisters bekannt sein. Dies wird möglicherweise (wahrscheinlich sogar) nicht Wladimir Kramnik sein, dennoch gibt es gute Gründe, warum sein Konterfei die Titelseite dieser Ausgabe schmückt.

Kramnik hat schon einmal, in London 2013, für extreme Spannung beim Kandidatenturnier gesorgt. Mit sieben Remisen gestartet, setzte er dann zu einer unglaublichen Aufholjagd an und teilte sich vor der Schlussrunde mit Carlsen den ersten Platz. In der Schlussrunde verloren beide und erst die dritte Wertung gab den Ausschlag zugunsten von Carlsen, der sich dann zum Titelmatch gegen Anand qualifizierte.

In Berlin 2018 gelang Kramnik, mit 42 der älteste Turnierteilnehmer, ein Blitzstart. Zugleich spielte er gegen den Umfra-ge-Favoriten Levon Aronian eine Partie wie von einem anderen Stern. Doch nach diesem Himmelsritt in der dritten Runde folgte eine Höllenfahrt mit vier Niederlagen, nach neun Runden, nach der zweiten der Rückrunde, teilte Kramnik den letzten Platz. Statt zu resignieren gewann der "Mann im Fokus" in der zehnten Runde wieder, erneut gegen Aronian, der sich zu der tragischen Figur dieses Turniers zu entwickeln schien.

Aber auch andere Teilnehmer hatten ihre Höhen und Tiefen zu durchleben, womit dieses Event sich zu einem der spannendsten Weltklasseturniere der letzten Jahre entwickelte. Grund genug, der zweiteiligen Berichterstattung viel Platz einzuräumen. Teil 1 folgt umseitig.

Viel Spaß bei der Lektüre.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:

Mit seiner „Achterbahnfahrt“ beim Kandidatenturnier avancierte Wladimir Kramnik zum momentanen „Mann im Fokus“

Foto: Harald Fietz

 

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  Unbändiger Vorwärtsdrang

Obwohl er schon ein gestandener Mann von 68 Jahren war, freute er sich wie ein Kind. Endlich sollte in seiner Heimatstadt Minsk ein Spitzenturnier ausgetragen werden, die Europameisterschaft nämlich, und sie sollte sein schachliches Schwanenlied werden.
 

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