Schach Magazin
Ein Land, 64 Großmeister ::

Das Schachspiel ist in Asien entstanden. Wo genau, darüber streiten sich noch die Gelehrten. Viele von ihnen vertreten die Meinung, die Wiege des königlichen Spiels stand in Indien.

Ebendort wurde am 19. Juli 2019 Prithu Gupta gefeiert. Der 15-Jährige ist der 64. Großmeister aus Indien. "Für jedes Feld auf dem Schachbrett ein Großmeister" jubelten die Schachfans des Milliardenvolkes. Zu den ersten Gratulanten gehörte der Twitter-Nutzer @vishy64theking, Viswanathan Anand. Ihn kennt fast jeder Schachspieler, meist im Zusammenhang mit seinen unzähligen sportlichen Erfolgen als vielfacher Weltmeister.

Anand war auch der erste (1987) und bis 1993 der einzige Großmeister Indiens. Der Stolz auf ihren erfolgreichen Landsmann löste einen Schachboom aus. Ähnlich dem späteren Carlsen-Hype, allerdings macht es schon einen Unterschied aus, ob bei fünf Millionen Norwegern oder bei 1,3 Milliarden Indern das Interesse am königlichen Spiel erwacht.

Anand selbst hat nie intensiv als Trainer gearbeitet, mit seinen Erfolgen und nicht zuletzt durch sein angenehmes Wesen ist er für den (in Deutschland erfundenen!) Slogan "Nette Menschen spielen Schach" wie geschaffen und wurde auf diese Weise zum nachahmenswerten Vorbild. Aber der Boom führte auch dazu, dass gute Schach­trainer im Gegensatz zu früher nun ein leidliches Auskommen haben. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den fünfseitigen Artikel in der Dezemberausgabe 2015, wo der Aufstieg des "Chess gurukul" aus Chennai geschildert wurde. Kinder hören von Anand und wollen spielen, den Eltern gefällt das und sie geben Geld für den Schachunterricht, die Kinder feiern erste Erfolge, das Rad setzt sich in Bewegung…

Viel Spaß bei der Lektüre.

Ihr Otto Borik

 

Zum Titelbild:

Viswanathan Anand, mit bald 50 Lebensjahren der älteste Topspieler der Welt und Auslöser des anhaltenden indischen Schachbooms

Foto: Lennart Ootes

 

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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