Schach Magazin
Magnus ist die Bürde los ::

WM-Match 2023 beginnt am 7.April

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt, sang seinerzeit Pippi Langstrumpf. Der Reim drückt den ureigenen Wunsch vieler Menschen treffend aus. Auch derjenigen, die eigentlich keinen Grund zu klagen haben. Manche Schachprofis üben den selbstgewähnten Wunschberuf aus und kommen dabei auch finanziell zurecht, dennoch sehen sie ihre Welt nicht so, wie sie ihnen gefallen würde. Boris Spasski beispielsweise empfand sein Leben erfreulich, doch als er Weltmeister wurde, wurde ihm die Bürde zu schwer. Bei Magnus Carlsen war es ähnlich. „Mir fehlt für einen weiteren Titelkampf die Motivation“, sagte der 31-jährige Norweger in einem Video-Podcast. Aber es fehlte wohl auch die Lust zu der endlosen Vorbereitung, ohne die man im klassischen Turnierschach nicht auskommt. Am 20.Juli 2022 hat Carlsen offiziell auf die Titelverteidigung verzichtet.

Der Weltschachbund veröffentlichte am 19.Januar die Details zu dem nun anstehenden WM-Match zwischen dem Sieger des letzten Kandidatenturniers, dem Russen Ian Nepomniachtchi, und dem zweitplatzierten Chinesen Ding Liren.

Die WM findet vom 7.April bis 1.Mai in Astana, Kasachstan, statt. Der Preisfonds beträgt 2 Millionen Euro, wobei 60 Prozent an den Gewinner und 40 Prozent an den Verlierer gehen.

Partner der Veranstaltung ist die an der NASDAQ notierte Freedom Holding Corp, ein in den USA ansässiges Unternehmen mit kasachischen Wurzeln, das Finanzdienstleistungen anbietet.

Das WM-Match wird über die Distanz von 14 Partien gespielt, mit einer Zeitkontrolle von 120 Minuten für die ersten 40 Züge, gefolgt von 60 Minuten für die nächsten 20 und dann 15 Minuten für den Rest mit einem Zuschlag von 30 Sekunden pro Zug ab Zug 61. Im Falle eines Unentschiedens würde der Champion in einem Schnellschach-Stichkampf ermittelt.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Otto Borik

 

Zum Titelbild:


Der 18-jährige Vincent Keymer ist der Hoffnungsträger des deutschen Schachs. Bei der Rapid-WM in Kasachstan behielt er hochkonzentriert Stellung und den Gegner stets im Blick und wurde am Ende Vizeweltmeister!

Foto:fide.com/Niki Riga

 

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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