Schach Magazin
Ausgabe 4 mit diesen zentralen Themen ::

Lausanne: Vorletzte Etappe des Grand Prix der Frauen




Foto: wgp2019.fide.com

Die drei Erstplazierten: Nana Dzagnidze, Alexandra Gorjatschkina und Zhanzaya Abdumalik



Kurz nach dem Cairns Cup in den USA folgte in der Schweiz, genau in Lausanne, ein weiteres Eliteturniere für Frauen. Diesmal jedoch kein privat organisiertes, sondern als Bestandteil der Grand Prix Serie für Frauen ein "offizielles", bei dem es neben Ruhm und Preisgeld auch um die Qualifikation für das Turnier der Kandidatinnen geht. Es war gleichzeitig das letzte Turnier, das vor dem "Corona-Shutdown" - der in der Schweiz am 16. März begann - noch regulär beendet werden konnte. Fast alle vorgesehenen Teilnehmerinnen reisten an, nur Zhao Xue konnte wegen der Reisebeschränkung China nicht verlassen. Für sie wurde kurzfristig Zhansaya Abdumalik nominiert, die unvorbereitet ein tolles Turnier spielte. Ju Wenjun, die zuvor am Cairns-Turnier teilgenommen hatte, reiste direkt von den USA nach Lausanne und war daher von den Reisebeschränkungen in ihrer Heimat nicht betroffen. Doch die Weltmeisterin war in schlechter Form, machte sich wohl auch Sorgen um die Familie, und beendete das Turnier auf dem geteilten 9. / 10. Platz.

Ihre WM-Gegnerin Alexandra Gorjatschkina übernahm die Rolle der alleinigen Favoritin, aber einen ungeteilten Sieg konnte sie nicht feiern. Nana Dzagnidze aus Georgien konnte gleichziehen und wurde aufgrund der besseren Wertung zur Siegerin erklärt. Für die Georgierin kam dieser große Erfolg unerwartet. "Ich war in den letzten Jahren nicht sehr erfolgreich und spielte sogar mit dem Gedanken, das Schach aufzugeben und mich der Erziehung meine Kinder zu widmen".

Damenbauerspiel A 48
N. Dzagnidze - Z. Abdumalik
2. Runde


1. d4 Sf6 2. Sf3 g6 3. Lf4 Lg7 4. e3 c5 5. c3 Db6 6. Db3 0-0 7. Sbd2 d5 8. Le2 Da5 9. a4 Sc6 10. h3 h6 11. 0-0 cxd4 12. exd4 g5 13. Lh2 a6 14. Ld3 Sh5 15. Tae1 Sf4



16. Lb1! Die Beherrschung der langen Diagonale ist wichtiger als der Endspielvorteil nach 16. Lxf4 gxf4. 16. …Te8 17. h4 f6? Danach wird sich die erwähnte Diagonale als spielentscheidend erweisen. Nur mit 17. …Se6 18. Dc2 Sf8 hätte sich Schwarz verteidigen können. Das kostet zwar einen Bauern, aber das ist immer noch besser als den König zu verlieren :-) 18. hxg5 fxg5 19. Dc2 Db6 20. Lxf4 gxf4 21. Sh4 Dc7 22. Dh7+ Kf8 23. Sdf3 e6 24. Lg6 Ld7 25. Lh5 Se7 26. Se5 Ted8 27. Shg6+ Sxg6 28. Sxg6+ Kf7 29. Sxf4+ Kf8 30. Sg6+ Kf7 31. Te3 1:0

Weiter geht es im Aprilheft.

 
 
Auszug aus
"Vorletzte Etappe des Grand Prix der Frauen | Nana Dzagnidze gewinnt nach Wertung vor Alexandra Gorjatschkina"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, April 2020

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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