Schach Magazin
Ausgabe 11 mit diesen zentralen Themen ::

Herzschlagfinale im Europapokal




Foto: eurochess2018.com

Der Kapitän des siegreichen Teams St. Petersburg Wladimir Bykow stemmt mit einem Arm die voluminöse Trophäe und bekommt einen Extrabeifall.



Kaum war die Schacholympiade beendet, schon stand ein weiteres bedeutendes Mannschaftsturnier vor der Tür, die Europäische Meisterschaft der Vereinsteams, kurz Europacup genannt. Das Event wurde vom 10. bis zum 18. Oktober im griechischen Porto Carras in der Urlaubsregion Chalkidiki ausgetragen. Hauptfavoriten waren alte Bekannte, finanziell besonders gut ausgestattete Teams, die schon in den letzten Jahren auf vorderen Plätzen zu finden waren, z. B. der Pokalsieger 2016 Alkaloid, unterstützt von einem mazedonischen Unternehmen, dass Opium herstellt, jedoch völlig ehrenhaft nicht zur Berauschung, sondern als schmerzstillendes Mittel. Vorjahresmeister Globus hat sich jedoch in aller Stille verabschiedet und trat nicht zur Titelverteidigung an.

[…]

Damengambit D 11
W. Fedosejew (Petersb., 2713)
N. Grandelius (Valer., 2655)


1. d4 d5 2. c4 c6 3. Sf3 Sf6 4. Db3 e6 5. Lg5 h6 6. Lxf6 Dxf6 7. g3 dxc4 8. Dxc4 Sd7 9. Lh3 g6 10. Sc3 Lg7 11. 0-0 0-0 12. Tfd1 De7 13. Se4 a5 14. Td2 a4 15. a3 Ta5 16. Db4 Dxb4 17. axb4 Tb5 18. Txa4 Sb6 19. Ta2 Txb4 20. Sc5 Sd7 21. Sd3 Tb5 22. Tc2 Td8 23. e3 Sb8 24. Lf1 Sa6 25. Ta4 Lf8 26. Sde5 Sb4 27. Tc1 Tb6 28. Sd2 Sd5 29. Ta2 Sb4 30. Ta7 Le7 31. Tca1 Schwarz wollte verständlicherweise seinen passiven Läufer c8 befreien, hätte dies jedoch mit …Kg7 (deckt g6) nebst …f6 vorbereiten sollen. Der Partiezug ist weniger gelungen. 31. …c5? 32. Sdc4 Ta6 33. T1xa6 Sxa6 34. Sb6! cxd4



35. Ta8 drängt sich auf, aber dann geht noch 35. …dxe3 36. fxe3 Lc5. 35. Sxc8! ist stärker: 35. …Txc8 36. Lxa6 dxe3 37. Txb7 Lf6 38. Sxf7 exf2+ 39. Kxf2 Lg7 40. Ld3 – 1:0

St. Petersburg zog mit Novy Bor gleich und wurde aufgrund der besseren Zweitwertung Sieger des Europapokals 2018.

Europacup der Frauen: Titel für Monte Carlo


Analog der Schacholympiade wird der Europacup in zwei Klassen ausgetragen, einer offenen Klasse und einer nur für Frauen, die in der Regel deutlich weniger Teams aufweist. So war es auch in diesem Jahr, gerade einmal 12 Teams nahmen teil, wurden aber mit 13 000 Euro an Mannschaftspreisen bedacht, während in der fünf Mal so großen offenen Klasse 22 000 € ausgeschüttet wurden.



Um den Sieg in der Frauengruppe kämpfen seit 2012 nur zwei Teams: der Schachklub mit dem langen Namen Cercle d'Echecs de Monte-Carlo (Monaco) und ein anderer mit der sehr kurzen Bezeichnung "Nona". Bei diesem errät ein Insider leicht, dass er zu Ehren der früheren Weltmeisterin Nona Gaprindaschwili so genannt wird, das Herkunftsland am Kaukasus liegt und die Mann-schaftsaufstellung deckungsgleich mit der georgischen Frauennationalmannschaft ist. Das Team aus Monaco ist wiederum eine internationale Profitruppe.

Ausgetragen wurden zwei Rundenturniere mit je 6 Teilnehmern, anschließend erfolgten Stichkämpfe auf Grundlage des erreichten Rangs. Das Finale endete 2:2, der Sieg am ersten Brett gab den Ausschlag zugunsten von Monte Carlo.

Weiter geht es im Novemberheft.

 
 
Auszug aus
"Herzschlagfinale im Europapokal | St. Petersburg siegt knapp nach Zweitwertung vor Novy Bor"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, November 2018

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  Unbändiger Vorwärtsdrang

Obwohl er schon ein gestandener Mann von 68 Jahren war, freute er sich wie ein Kind. Endlich sollte in seiner Heimatstadt Minsk ein Spitzenturnier ausgetragen werden, die Europameisterschaft nämlich, und sie sollte sein schachliches Schwanenlied werden.
 

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