Schach Magazin
Ausgabe 8 mit diesen zentralen Themen ::

BL: Entscheidung an der Weser




Foto: werder/schach/Paul Meyer Dunker


Das Siegerteam der OSG Baden-Bande, mit (v.l.n.r., hintere Reihe: Francesco Vallejo Pons, Alexej Shirov, Etienne Bacrot, Kapitän Sven Noppes.
Vordere Reihe: Rustam Kasimdzhanov, Arkadi Naiditsch, Fabiano Caruana, Michael Adams, Maxime Vachier-Lagrave.


Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Abonnementmeister und dem verstärkten Konkurrenten aus dem Südwesten der Republik endete am 9.Juli. In der 14. und vorletzten Runde fiel in der direkten Begegnung der beiden Spitzenteams die Entscheidung. Die OSG Baden-Baden gewann mit 5:3 und da Viernheim in der Schlussrunde gegen Solingen remisierte, vergrößerte sich der Abstand zwischen den Rivalen. Fest steht nun, dass die OSG Baden-Baden ohne Mannschaftspunktverlust Deutscher Mannschaftsmeister wurde. Zum 16.Mal in 17 Spielzeiten.

Werfen wir noch einen längeren Blick auf die entscheidenden Runde. Fünf unentschieden beenden Partien wurde alle gut ausgekämpft, verliefen jedoch ohne wirklich außergewöhnlichen Ereignisse. Viel mehr los war auf Brettern 2, 4 und 8 los. Dort punkteten für Baden-Baden: der Ungar Richard Rapport, kürzlich noch Teilnehmer des Kandidatenturniers zur Weltmeisterschaft, gegen den Ukrainer Yuri Kryvorutschko, sowie der Spanier Francisco Vallejo Pons gegen seinen Landesmann David Anton Guijarro.

[…]

Auf Baden-Badener Seite wurden dagegen beide Gewinnchancen genutzt. Zumindest in einem Fall hat sich der Spruch bestätigt, dass Schach ein Spiel ist, das manchmal in Schwerstarbeit ausartet.

Barcza-System A 07
R.Rapport (Baden-Baden)
Y.Kryvoruchko (SC Viernheim)


1.Sf3 d5 2.g3 Sf6 3.Lg2 e6 4.0–0 Le7 5.d3 0–0 6.Lf4 Ld6 7.Lxd6 Dxd6 8.c4 d4 9.b4 a5 10.b5 Sbd7 11.Sbd2 e5 12.a4 Sc5 13.Sb3 Sxb3 14.Dxb3 Sd7 15.Sd2 Sc5 16.Da3 Lf5 17.Sb3 Sxb3 18.Dxb3 Tab8 19.Da3 Tfe8 20.Tfd1 Dxa3 21.Txa3 Kf8 22.c5 Le6 23.e3 Ted8 24.Te1 Ld5 25.exd4 exd4 26.Te5 Lxg2 27.Kxg2 Te8 28.Th5 h6 29.c6 bxc6 30.bxc6 Te6 31.Txa5 Txc6 32.Td5 Tc3 33.Txc3 dxc3 34.Tc5 Ta8 35.Txc7 Txa4 36.Txc3



Rapport, Teilnehmer am letzten Kandidatenturnier, hat seinem Gegner einen Bauern abgenommen. Nun sehen wir ein Turmendspiel mit einem Bauern mehr. Aber heißt es nicht immer, alle Turmendspiele seien remis? Aber am Brett und unter Zeitdruck sind sie natürlich nur schwer zu halten. Dank Computerprogrammen mit Tablebase-Zugriff ist es alles auflösbar, aber selbst dann sind die Varianten mitunter nur schwer zu verstehen. in solchen Fällen nahmen wir gerne eine hochqualifizierte Beratung in Anspruch, den Endspielexperten Großmeister Dr.Karsten Müller, der ab jetzt die Kommentierung dieser Partie übernimmt.

Weiter geht es im Augustheft.

 
 
Auszug aus
"Entscheidung an der Weser | Baden-Baden besiegt Viernheim und wird erneut Deutscher Meister"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, August 2022

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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