Schach Magazin
Ausgabe 3 mit diesen zentralen Themen ::

Alpha Zero: Wirklich etwas Neues oder nur ein weiterer Spieler mit 3500 Elo?




Foto: Cathy Rogers

Matthew Sadler (1974) ist ein englischer Großmeister, IT-Berater und Journalist und Natasha Regan (1971) ist Internationale Frauenmeisterin, sie hat einen Abschluss in Mathematik der Universität von Cambridge. 2016 gewannen die beiden Autoren den englischen Schachbuchpreis für ihr Buch Chess for Life.



2017 sind die Alpha-Programme von Deep Mind im Go, im Shogi und im Schach gegen die besten Vertreter dieser Disziplinen in Wettkämpfen angetreten und haben diese Wettkämpfe gewonnen. Gut geworden sind die Alpha-Programme einfach dadurch, dass sie die Regeln der jeweiligen Spiele gelernt und dann wieder und wieder gegen sich selbst gespielt haben.

Natasha Regan und Matthew Sadler waren so fasziniert von AlphaZeros Erfolgen im Schach und den erstaunlichen Partien, die das Programm spielte – es gab Stimmen, die meinten, AlphaZero sei die Reinkarnation Mikhail Tals in Computerform –, dass sie beschlossen haben, ein Buch über AlphaZero zu schreiben.

Dieses Buch mit dem Titel Game Changer haben Regan und Sadler während des Turniers in Wijk aan Zee vorgestellt, und Magnus Carlsen, der es während des Turniers gelesen hat, meinte nach seinem Remis gegen Radjabov gleich, dass AlphaZero die Stellung ganz anders behandelt hätte als er.

Da New in Chess glaubt, das Buch könnte zum Bestseller werden, gaben die Autoren in Wijk aan Zee Interviews und hielten einen Vortrag.

Im Gespräch mit Ian Rogers verrieten Regan und Sadler wie sie auf die Idee gekommen sind, das Buch zu schreiben, was AlphaZero von anderen Schachprogrammen unterscheidet und wie jeder Schachspieler neue Strategien lernen kann, wenn er die Partien von AlphaZero gründlich studiert.

Natasha Regan: Ich habe im Dezember 2017, als der erste wissenschaftliche Aufsatz über das Programm erschienen ist, das erste Mal von AlphaZero gehört. Ich war bei den London Chess Classic und alle redeten darüber. Besonders interessant erschien der Umstand, dass das Programm sich das Spielen selbst beigebracht hatte. Am nächsten Tag schaute ich mir die zehn Partien an, die der Aufsatz enthielt, und tatsächlich waren sie sehr spannend.

Matthew und ich hatten bereits zuvor zusammen ein Buch geschrieben. [Das Buch enthält Interviews mit und Tipps für ältere Spieler. IR] Mein Titelvorschlag für unser erstes Buch lautete zunächst Chess for Seniors, aber der Verlag meinte, das würde den Leuten nicht gefallen, und so kam es zum Titel Chess for Life.

Wir haben Kontakt zu Demis [Hassibis, der Schachspieler hinter Deep Mind] aufgenommen, und ihm ein Exemplar von Chess for Life gegeben und gemeint, wir könnten auch ein Buch über AlphaZero schreiben.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir nur die zehn Partien gesehen, aber wir waren der Meinung, wir könnten etwas aus AlphaZeros Partien machen, und das mit Hintergrundberichten und Geschichten ergänzen.

Weiter geht es im Märzheft.

 
 
Auszug aus
"AlphaZero – Wirklich etwas Neues oder nur ein weiterer Spieler mit 3500 Elo? | Ian Rogers im Gespräch mit Matthew Sadler und Natasha Regan"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, März 2019

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spieler der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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