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Schach Magazin
Ausgabe 6 mit diesen zentralen Themen ::

„Mit zwei Metern Abstand wird es beim Blitz schwer“




Gregor Johann im Einsatz beim Meisterschaftsgipfel 2019 in Magdeburg.

Foto: Marcus Fenner



Die Corona-Pandemie hat den Turnierkalender in allen Sportarten durcheinandergewirbelt - bis hin zu den Olympischen Spielen in Tokio, die erstmals in der Neuzeit in einem ungeraden Jahr 2021 stattfinden sollen. Während andere Sportverbände die Saison bereits beendeten, ringt Schach noch um einen Modus, die Ligenkämpfe abzuschließen. Der Meisterschaftsgipfel in Magdeburg, bei dem Anfang Mai zahlreiche Einzeltitel vergeben werden sollten, musste jedoch bereits verschoben werden. Kein glücklicher Start für den neuen Turnierdirektor des Deutschen Schachbunds (DSB) in seinem ersten kompletten Jahr in Amt und Würden: Gregor Johann muss sich aktuell um mehrere Baustellen kümmern. Im Interview mit Hartmut Metz berichtet der 51-jährige SAP-Produktmanager aus Kaiserslautern über die Vielzahl der zu treffenden Entscheidungen und die Pläne, welche Turniere 2020 doch noch stattfinden sollen.

Der Nachfolger von Ralph Alt hat sich erste Funktionärs-Meriten als Vereinsvorsitzender in Mehlingen und Kaiserslautern verdient. Johann war 22 Jahre Schatzmeister im Pfälzischen Schachbund und 15 Jahre Schatzmeister im Schachbund Rheinland-Pfalz. Als Schiedsrichter ist er in der Bundesliga im Einsatz und für mehrere große deutsche Turniere (Neustadt, Erfurt, Tegernsee) mitverantwortlich.

SM64: Herr Johann, der DSB hatte mit dem Meisterschaftsgipfel in Magdeburg große Pläne mit zahlreichen Einzelmeisterschaften an einem Ort. Die fielen vorerst ins Wasser.

Gregor Johann: Das ist richtig - normalerweise wären wir jetzt in Magdeburg und die Turniere würden laufen. Aufgrund der Beschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemie war eine Ausrichtung Anfang Mai nicht möglich.

SM64: Wie war der Ablauf innerhalb des DSB: Wann war klar, dass der Termin nicht mehr zu halten ist und was war alles zu tun? Ging das relativ leicht, zum Beispiel mit dem Hotel Maritim?

Johann: Unser Geschäftsführer Dr. Marcus Fenner stand und steht seit Beginn der Pandemie in ständigem Kontakt mit dem Maritim Hotel und den Behörden in Magdeburg. Noch Anfang März hatten wir einen Besichtigungstermin vor Ort und haben die Turniere auf die Räumlichkeiten verteilt. Die Hotel-Chefin und wir alle hatten da noch gehofft, dass die Veranstaltungen möglich seien. Nach Einführung des Kontaktverbots wurde dies aber immer unwahrscheinlicher. Zum Glück mussten wir nicht warten, bis die Behörden die Verbote in den Mai verlängert hatten, sondern konnten mit dem Hotel eine Einigung auf den Ausweichtermin im August erzielen. Inzwischen sind die Ausschreibungen aktualisiert, und die Teilnehmer wurden angeschrieben. Obwohl der Meldetermin erst im Juni ist, habe ich bereits viele Zusagen. Viele Schachfreunde freuen sich darauf, wenn es endlich wieder losgeht. Und natürlich freue ich mich auch auf meinen ersten Meisterschaftsgipfel als Bundesturnierdirektor. Das Hotel bietet erstklassige Voraussetzungen für ein großartiges Event. Hoffen wir, dass es möglich sein wird.

Weiter geht es im Juniheft.

 
 
Auszug aus
"„Mit zwei Metern Abstand wird es beim Blitz schwer“ | Verschiebung des Meistergipfels in Magdeburg | Interview mit DSB-Turnierdirektor Gregor Johann"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, Juni 2020

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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