Schach Magazin
Ausgabe 2 mit diesen zentralen Themen ::

St.Petersburg: Ju Wenjun holt einen weiteren WM-Titel


Bei der Schnellschachmeisterschaft setzte sich die Chinesin Ju Wenjun mit einem Punkt Vorsprung vor der Iranerin Sarasadat Khademalsharieh (l.) und der Russin Alexandra Gorjatschkina durch. Beim Blitzen gewann Katerina Lagno vor Khademalsharieh und Lei Tingjie.

Foto: Lennart Ootes


Anders als bei der Offenen Klasse wurde diese WM nur mit 124 Teilnehmerinnen aus 25 Ländern ausgetragen und es wurden auch nur 12 Runden gespielt. 56 Teilnehmerinnen kamen aus dem Ausland, darunter je acht aus Ukraine und sieben aus Georgien, aus Deutschland waren Elisabeth Pähtz und Marta Michna angereist, Russland war mit 68 Spielerinnen vertreten.

Die Besetzung war in der Spitze gut, 20 Teilnehmerinnen besitzen den Großmeistertitel "aller Klassen" und gehören somit zum Eliteklub. Bei erneuter Abwesenheit der Nr. 1 der Frauen, Hou Yifan, die eisern studiert und Frauenturniere meidet, gehörte ihre Landsfrau und Nachfolgerin auf dem Thron Ju Wenjun zu den Favoritinnen und wurde dieser Rolle gerecht. Silber ging an die Iranerin Sarasadat Khademalsharieh und mit Bronze erfreute Alexandra Gorjatschkina ihre mitfiebernden Landsleute. Leer ausgegangen ist die Schnellschachweltmeisterin des Jahres 2016 Anna Muzychuk. Leer in Bezug auf Medaillen, nicht auf das Preisgeld, sie erhielt für ihren geteilten 4. bis 19. Platz fast acht Tausend Dollar, für die Weltmeisterin Ju Wenjun gab es freilich das Fünffache.

Die Besetzung war in der Spitze gut, 20 Teilnehmerinnen besitzen den Großmeistertitel "aller Klassen" und gehören somit zum Eliteklub. Bei erneuter Abwesenheit der Nr. 1 der Frauen, Hou Yifan, die eisern studiert und Frauenturniere meidet, gehörte ihre Landsfrau und Nachfolgerin auf dem Thron Ju Wenjun zu den Favoritinnen und wurde dieser Rolle gerecht. Silber ging an die Iranerin Sarasadat Khademalsharieh und mit Bronze erfreute Alexandra Gorjatschkina ihre mitfiebernden Landsleute. Leer ausgegangen ist die Schnellschachweltmeisterin des Jahres 2016 Anna Muzychuk. Leer in Bezug auf Me-daillen, nicht auf das Preisgeld, sie erhielt für ihren geteilten 4. bis 19. Platz fast acht Tausend Dollar, für die Weltmeisterin Ju Wenjun gab es freilich das Fünffache.

Die Schlüsselpartie des Turniers war jene zwischen Ju Wenjun und ihrer Gegnerin bei der nicht lange zurückliegenden Frauen-WM 2018.

Pirc-Verteidigung B 07
Ju Wenjun (CHN)
K. Lagno (RUS)


1. d4 d6 2. Sf3 Sf6 3. g3 g6 4. Lg2 Lg7 5. 0-0 0-0 6. Te1 Sbd7 7. e4 e5 8. Sc3 c6 9. a4 Te8 10. h3 Dc7 11. a5 exd4 12. Sxd4 Sc5 13. Lf4



Altmeister Wolfgang Uhlmann, der über Königsindisch (und über einiges mehr) fast alles wusste und noch weiß, spielte anno 1974 an dieser Stelle 13. …Sfd7!, was die Stellung des Springers c5 festigt und dem Springeropfer auf b5 die Grundlage nimmt. Doch es geschah 13. …Sh5? Lagno hat nicht genügend aufgepasst. Der Zug 13. Lf4 kündigte ja das Springeropfer auf b5 förmlich mit Trompeten an. 14. Sdb5 Dd7 Bereits in der Turnierpraxis vorgekommen ist 14. …cxb5 15. Lxd6 Dc6 16. e5 Dd7 17. Lxc5 Lxe5 18. Dxd7 Lxd7 19. Lxb7 b4 20. Lxa8 bxc3 21. bxc3, und 1:0 in Minasian-Poghosyan, Jerewan 2017. 15. Lxd6 Se6 16. Sa3 Ld4 17. Sc4 Td8 18. De2 In einer schon etwas älteren Partie Kosic-Popovic (Banja Luka 2004) gewann Weiß nach 18. Dd3 c5 19. h4 Sf6 20. e5 Sg4 21. Se4 f5 22. exf6 Df7 23. c3 Lxf6 24. Sxf6+ Dxf6 25. Df3 Dxf3 26. Lxf3 Sh6 27. a6 - 1:0. 18. …Sg5 19. g4 De6



Lagno kämpft verzweifelt und hofft auf Verwicklungen nach 20. gxh5 Sxh3+, was wohl für Schwarz auch nicht ausreicht, aber wenigstens etwas Chaos verursacht. Aber Ju lässt sich auf nichts ein. Es folgt 20. Lh2 Sg7 21. Tad1 h5 22. h4 Sh7 23. g5 De7 24. e5 Lg4 25. Lf3 Lxf3 26. Dxf3 Sf5 27. Df4 Lxc3 28. bxc3 Txd1 29. Txd1 Td8 30. Sd6 De6 31. Td3 Sxd6 32. exd6 Sf8 33. Te3 Dd5 34. Df6 Dd1+ 35. Kg2 Dd5+ 36. Kf1 Dc4+ 37. Kg1 Dg4+ 38. Lg3 Td7 39. Te8 Dd1+ 40. Kh2 Gegen Txf8 und Matt ist nichts zu erfinden. – 1:0

Weiter geht’s in der Februarausgabe 2019.

 
Auszug aus
"Rapid-WM der Frauen | Ju Wenjun holt einen weiteren WM-Titel"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, Februar 2019

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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