Schach Magazin
Ausgabe 8 mit diesen zentralen Themen ::

Dortmund: Geburtstagsständchen zum Auftakt – Siegerpokal zum Schluss






Die Teilnehmer der 46. Internationalen Dortmunder Schachtage (vordere Reihe, 2.v. l:) Jan-Krzysztof Duda, Georg Meier, Radoslaw Wojtaszek, Wladimir Kramnik, Ian Nepomniachtchi, Dieter Liviu Nisipeanu und Anish Giri.

Foto: Hartmut Metz



Alle Jahre wieder, meist im Juli, wird in Dortmund das traditionsreichste Spitzenturnier in deutschen Landen ausgetragen. 1973 als "Dortmunder Schachtage" ins Leben gerufen, später als Sparkassen Chess Meeting neu beflaggt, gehört das Schachfestival für manche Schachfreunde irgendwie untrennbar zum Leben. Auch in diesem Sommer waren etliche Besucher dabei, die schon die erste Auflage erlebten und dann die meisten nachfolgenden besuchten, viele von ihnen sind mittlerweile weißhaarig …

Eher jung, wie es bei heutigen Leistungs-Denksportlern fast immer der Fall ist, war das Teilnehmerfeld. "Turniersenior" (43 Jahre) war der russische Exweltmeister Wladimir Kramnik, der in Dortmund bereits zehn Mal den ersten Preis gewonnen hat, der jüngste Teilnehmer war Jan-Krzysztof Duda (20) aus Polen, die aktuelle Nr. 1 der Junioren-Weltrangliste. Auf den Tag genau 28 Jahre alt war der Russe Ian Nepomniachtchi bei Turnierbeginn. Während der Eröffnungsfeier wurde er mit einem Happy Birthday Ständchen überrascht. Der Dortmunder Liedermacher Fred Ape stimmt es an, das Publikum machte lauthals mit, das Geburtstagskind war sichtlich gerührt und verneigte sich mit der Hand auf dem Herzen. Acht Tage später stand Nepomniachtchi wieder auf der Bühne, diesmal wurde ihm der Siegerpokal überreicht.

[…]

Nepomniachtchi sicherte sich den Turniersieg mit einem schönen Gewinn in der letzten Runde. Und da die Verfolger allesamt remisierten, betrug sein Vorsprung am Ende einen ganzen Punkt. Dies kommt bei "Sprintturnieren" (nur sieben Runden) eher selten vor.

Französisch C 10
I. Nepomniachtchi - G. Meier
7. Runde, 22. 7. 2018


1. e4 e6 2. d4 d5 3. Sc3 dxe4 4. Sxe4 Sd7 5. Sf3 Sgf6 6. Sxf6+ Sxf6 7. Se5 Ld6 8. Lg5 h6 9. Lh4 0-0 10. Ld3 c5 11. De2 Ein neuer Zug mit der Idee 11. …cxd4 12. 0-0-0 mit späterer Rückeroberung des Bauern, etwa 12. …Lxe5 13. Dxe5 Sg4 14. Dg3 Sf6 15. Lc4 b6 16. De5. Meiers Antwort 11. …Da5+ wurde in der Nachbesprechung als "riskant" bezeichnet. 12. c3 cxd4 13. Sc4 Dc5?! Im Lichte der kommenden Ereignisse erscheint 13. …Dd5 besser. In der Partie gewann nämlich 14. Lxf6 gxf6 15. Dg4+ Kh8 16. cxd4 im Vergleich mit …Dd5 ein Tempo. 16. …Db4+ 17. Kf1 Lc7



Wie greift man den schwarzen König an?

Weiter geht es im Augustheft.

Auszug aus
"Geburtstagsständchen zum Auftakt – Siegerpokal zum Schluss | Ian Nepomniachtchi gewinnt die neueste Auflage des Dortmunder Superturniers"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, August 2018

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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