Schach Magazin
Ausgabe 2 mit diesen zentralen Themen ::

Staufer-Open mit neuem Rekord




Foto: Hartmut Metz

Die großzügige Räumlichkeiten des Congress-Centrums Stadtgarten Schwäbisch Gmünd boten jedem Spieler viel Platz.


Das deutsche Schach hatte gleich am Jahresanfang drei Gründe zum Jubilieren: Das traditionelle Staufer-Open in Schwäbisch Gmünd verzeichnete mit 424 Teilnehmern im A- und B-Open so viele Teilnehmer wie noch nie. Nachdem auf der rauen Ostalb anno 2006 die 400er-Marke geknackt worden war, überstand der Rekord von 407 Teilnehmern auch das Jahr 2016, als 406 Spieler in die Stadthalle pilgerten. Die Organisatoren um Turnierdirektor Wernfried Tannhäuser durften sich zudem bei der 30. Auflage über einen deutschen Doppel-Erfolg freuen. Zwar erzielten gleich acht Teilnehmer sieben Zähler - doch mit Jonas Lampert und Vitaly Kunin wiesen zwei Einheimische die beste Buchholzwertung auf. Der jüngste Könner aus der Talent-schmiede des Hamburger SK und der Mörlenbacher Großmeister gingen auch hier mit jeweils 51 Buchholz gemeinsam und deutlich vor dem drittplatzierten Stanislav Nowikow (Russland/47,5) über die Ziellinie. Erst die Buchholzsumme entschied mit 382:373 für Lampert.

[…]

Auf dem Weg zum Turniersieg in Schwäbisch Gmünd überzeugten ihn seine Schwarz-Siege über den griechischen GM Spyridon Skembris in Runde vier und den Isländer Gudmundur Kjartansson in Durchgang sechs am meisten.

Réti-Eröffnung A13
S. Skembris (GRE, 2387)
L. Lampert (GER, 2518)


1. c4 e6 2. g3 d5 3. Lg2 dxc4 4. Da4+ c6 5. Dxc4 b5 6. Dc2 Lb7 7. b3 Sf6 8. Lb2 Le7 9. Sc3 Db6 10. Se4 Sbd7 11. Sxf6+ Lxf6 12. Lxf6 Sxf6 13. Tc1 c5 14. Lxb7 Dxb7 15. Sf3 Tc8 16. 0-0 0-0 17. d3 Tfd8 18. Db2 Weiß hat die Eröffnung recht zurückhaltend gespielt, tauschte viel ab und setzte offenbar auf Tc2 nebst Tfc1 und Druckspiel auf der halboffenen c-Linie, wo Schwarz leicht auch Probleme bekommen könnte. Lamperts Reaktion ist lehrbuchreif: er versperrt die c-Linie mit 18. …Sd5 19. a3



19. …b4! 20. Tc4 Sc3 Einen Vorteil besitzt Schwarz vermutlich noch nicht, denn auch Weiß hat mit dem Turm c4 eine gut stehende Figur, aber so ein Springer wie der auf c3 kann den Gegner schon nerven; das ist auch etwas wert.

Weiter geht es im Februarheft.

 
 
Auszug aus
"Staufer-Open mit neuem Rekord | Lampert und Kunin siegen im Gleichschritt"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, Februar 2018

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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