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Ausgabe 12 mit diesen zentralen Themen ::

Goldregen für Indien, ein WM-Titel für Deutschland




Foto: fidewycc2015

Im Open U16 setzt sich der deutsche Teilnehmer Roven Vogel durch. Auf dem Bild sind die ersten Sechs zu sehen (v l.) IM Razvan Preotu (6., CAN, 2463), IM Francesco Rambaldi (5., ITA, 2547), Roven Vogel (1., GER, 2417), FM Luca Moroni (2., ITA, 2460), FM Haik Martirosyan (3.,ARM, 2366) und IM Gergely Kantor (4., HUN, 2403)




Mit einer Sensation endete die diesjährige Jugendweltmeisterschaft, ausgetragen vom 25. Oktober bis zum 3. November im griechischen Porto Carras: die Vertreter der großen Schachnationen wie Russland, China und die USA konnten keinen einzigen Titel holen. Indien gewann dagegen 11 Medaillen: fünf Mal Gold und je dreimal Silber und Bronze. Noch bemerkenswerter ist jedoch, dass alle fünf Goldmedaillengewinner aus derselben Schachschule kommen, schreibt GM Ian Rogers, der den Betreiber dieser Schule GM Ramachandran Ramesh persönlich kennt. Ramesh war der indische Kommentator der WM 2013 in Chennai, Rogers war als Berichterstatter vor Ort. Diesmal berichtet er über die besagte Schachschule.

Sie heißt Chess Gurukul und wird von Ramesh mit Unterstützung seiner Ehefrau, der Großmeisterin Aarthie Ramaswamy in Chennai betrieben. Der Stadt, in der Anand aufgewachsen ist und wo er immer noch lebt.

[…]

Was lange währt, wird endlich gut. Roven Vogel (USV TU Dresden) war in den Vorjahren stets hoch gesetzt, aber der Titel blieb aus. Diesmal lag er auf Platz 10 der Setzliste und holte schließlich das ersehnte Gold. Er reiht sich damit in die Liste der deutschen Jugendweltmeister ein. In der Altersklasse U16 haben es vor ihm nur die heutigen Großmeister Leonid Kritz (1999) und Arik Braun (2006) geschafft. Hier ist die "goldene" Partie von Roven Vogel aus der letzten Runde.

Englisch A 37
R. Vogel (GER, 2417)
P. Maghsoodloo (IRI, 2457)


1. c4 c5 2. Sc3 Sc6 3. Sf3 e5 4. g3 g6 5. Lg2 Lg7 6. 0-0 Sge7 7. d3 0-0 8. a3 d6 9. Tb1 b6 10. b4 Tb8 11. bxc5 dxc5 12. e4 h6 13. Sd5 Le6 14. Lb2 Dd6 15. De2 Tbe8 16. Tbe1 Kh7 17. Sd2 Sd4 18. Lxd4 cxd4 19. Sxe7 Txe7 20. f4 Lc8 Hier und in der Folge scheitert …Dxa3 an f4-f5 mit Läufergewinn. 21. f5 Lf6 22. Lh3 Kg7 23. Ta1 Tc7 24. a4 Ld7 25. Kg2 Le8 26. Lg4 Lg5 27. h4 Le3 28. f6+ Kh7 29. Tf3 Lxd2 30. Dxd2 Tc5 31. Db4 Lc6 32. Tf2 Tb8 33. Ld1 Dc7 34. Kh2 Ta5 35. Taa2 Dd8 36. g4 Ld7 37. Dd6 De8 38. g5 Td8 39. h5!? So etwas kann man nicht bis zum Ende durchrechnen. Klar ist nur, dass Schwarz mit 39. …Lg4 forciert den Läufer gewinnt, dafür aber die aufgerissene Königsstellung in Kauf nehmen muss. Ob das ausreicht, steht in den Sternen; in der Partie hat es gereicht, der Mut wurde belohnt. 40. hxg6+ Kxg6 41. Db4 Lxd1 42. gxh6



Weiß wird mit Tg2+ und/oder Dh2 attackieren, dass ist klar. Was kann Schwarz machen?

Weiter geht es im Dezember-Heft.

 
 
Auszug aus
"Goldregen für Indien, ein WM-Titel für Deutschland | Eine Schachschule aus Chennai sorgt für Furore | DSB freut sich über den Riesenerfolg von Roven Vogel"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, Dezember 2015

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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