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Ausgabe 4 mit diesen zentralen Themen ::

Vier Liga-Wettbewerbe als krönender Abschluss




Foto: SK Jenbach

Das Siegerteam mit (v. l.) Andrej Volokitin, Liviu Dieter Nisipeanu, Uwe Bönsch, Dr. Anita Stangl (MedienLB), Kapitän Hans Duftner, Philipp Schlosser, Markus Stangl, Oliver Lehner und David Shengelia.


Mit einer neuen und gelungen umgesetzten Idee schloss der Österreichische Schachbund seinen Ligabetrieb ab. Vom 19. bis 21. März wurden in Mayrhofen (Tirol) nicht nur die drei Schlussrunden der 1. Bundesliga ausgetragen, sondern parallel dazu auch die der Frauenbundesliga, und am Sonntag für beide Ligen noch eine Blitzmannschaftsmeisterschaft durchgeführt und damit ein Sahnehäubchen aufgesetzt. Ein gelungenes Schachfestival, das auch den großen Nachbarn im Norden zur Nachahmung animieren dürfte.



Im Mittelpunkt stand als stärkste Veranstaltung die 1. Bundesliga, die bis zum Schluss spannend blieb. Zwar deutet Jenbachs Vorsprung bei den Brettpunkten schon an, dass die Tiroler wohl das beste Team stellten, aber das erste Wertungskriterium sind nun einmal die Mannschaftspunkte und da war der Unterschied minimal, eine Niederlage Jenbachs in der letzten Runde gegen Wulkaprodersdorf hätte einen anderen Meister hervorgebracht. Aber die Jenbacher siegten mit 4,5:1,5 und erfreuten den Teamchef Hans Duftner mit dem vierten Meistertitel in den letzten sechs Jahren.

[…]

David Shengelias Score (zehn Siege bei einer Niederlage, kein Remis) sagt einiges aus über die Kompromisslosigkeit seines Spielstils. Es lief für ihn nicht immer alles glatt, wie die nächste Partie belegt, aber wenn sich Chancen boten, dann nutzte er sie auch.

Damengambit D 12
D. Shengelia (Jenbach, 2550)
F. Volkmann (Wulkaprod., 2443)


1. d4 Sf6 2. c4 c6 3. Sf3 d5 4. e3 Lf5 5. Sc3 e6 6. Sh4 Lg4 7. Db3 Db6 8. h3 Lh5 9. g4 Lg6 10. Sxg6 hxg6 11. Lg2 Da6 12. cxd5 cxd5 13. g5 Sfd7 14. e4 dxe4 15. Lxe4 Sc6 16. Le3 Lb4 17. h4 Tc8 18. Tc1 La5 19. a3 e5 20. d5 Sd4 21. Dd1 Sc5 22. Lb1 Scb3 23. Lxd4



Volkmann hat die Eröffnung stark gespielt und stand hier gut. Er hatte nun die angenehme Wahl zwischen 23. …exd4 24. Dxb3 0-0 nebst …dxc3 und 23. …Sxd4 24. f4 Lc7. Der Partiezug 23. …Sxc1? führte unerwartet schnell zu Problemen: 24. Lxe5 0-0 25. Dxc1 Tfe8 26. f4 f6 27. gxf6 gxf6 28. Tg1 g5 29. Dc2 Kf8 30. Txg5! Txc3 31. bxc3 fxg5 32. Df5+ Ke7 33. Dxg5+ Kd7 34. Lf5+ – 1:0

Weiter geht es im April-Heft.

 
 
Auszug aus
"Vier Liga-Wettbewerbe als krönender Abschluss | Titel für Jenbach, Dornbirn und Maria Saal"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, April 2015

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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