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Ausgabe 2 mit diesen zentralen Themen ::

Thüringer Schachfestival weiter im Aufwind




Foto: Otto Borik

Henrik Teske, der aus Erfurt stammt, konnte sich auf heimatlichem Boden einmal mehr durchsetzen.


Mit 407 Teilnehmern, 59 mehr als im Vorjahr, verzeichnete das 24.Erfurter Schachfestival eine neue Rekordzahl, schreibt Schachfreund Wolfgang Gerard, der bereits bei vielen Schachveranstaltungen in verschiedenen Funktionen mitwirkte, bei dieser als Schiedsrichter. Allein auf das Meisterturnier (Elo/DWZ 1900) entfielen 44 Zugänge.

In allen vier Turnieren gab es alleinige Sieger und sie beendeten auch die Schlussrunde mit einem Remis. Im Meisterturnier (154 Teilnehmer), das die gesamte 17. Etage des Hotel Radisson Blu einnahm und so allen während der Partie auch einen Panoramablick auf die historische Altstadt bis weit in das Thüringer Land bot, pegelte sich die Spitze aber erst spät ein. GM Alexander Berelowitsch musste sich schon in der dritten Runde Michael Strache geschlagen geben, GM Henrik Teske spielte gleichzeitig Remis gegen FM Karsten Schulz.

[…]

Zu einer nicht alltäglichen Begebenheit kam es in den Runden 5 und 6. Die Lebensgefährten - die Nationalspielerin Melanie Ohme und der Internationale Meister Nikola Lubbe (Internetnutzer können sie zusammen live beim "Geschwätzblitz" unter www.youtube.com/watch?v=HJPZ3mK2AJk erleben) - spielten nacheinander gegen GM Teske und beide mussten sich dem späteren Turniersieger beugen.

Sizilianisch B 48
M. Ohme (SF Neuberg, 2301)
H. Teske (Rüdersdorf, 2496)


1. e4 c5 2. Sf3 Sc6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 e6 5. Sc3 Dc7 6. Le3 a6 7. Ld3 Sf6 8. 0-0 b5 9. Sxc6 Dxc6 10. a3 Lb7 11. De2 Le7 12. f4 Tc8 13. Kh1 h5 14. e5 Sg4 15. Lg1 f5 16. exf6 gxf6 Typisch Teske, er strebt immer nach aktivem Spiel. Hier nimmt er das Schachgebot auf g6 in Kauf, denn der Rochadeverlust ist nicht schlimm, der schwarze König wandert via d8 nach c7 aus, wo ihm nichts passieren wird und es wird ein späteres …Tcg8 ermöglicht. Ohme konzentrierte sich deshalb auf die Neutralisierung des bedrohlich aufgestellten Gespanns aus der Dame auf c6 und dem Läufer auf b2. 17. Le4 d5 18. Lf3 Dd7



Wenn die Anziehende jetzt mit 19. Lxg4 hxg4 20. Dxg4 einen Bauern gewinnt, dann passiert ihr zunächst nichts. Natürlich "macht man" so etwas nicht, da der Punkt g2 die sprichwörtliche Achillesferse ist, auf die Schwarz mit späterem Tcg6 und …d5-d4 zielen kann. Das Problem ist nur, wohin mit dem König, damit der Turm c8 nach g8 gelangt? So einfach ist es nicht, z. B. 20. …Kf7 21. f5 e5 (Nicht 21. …Tcg8? 22. fxe6+ Dxe6 23. Dxe6+ Kxe6 24. Ld4, und schwarze Angriff versandet.) 22. Dg6+ Kf8 23. Le3 Ld8 24. Lh6+, und langsam stellt sich die Frage, wer wen angreift.

War also der mit 19. Lxg4 eingeleitete Bauerngewinn möglich?

Weiter geht es im Februar-Heft.

 
 
Auszug aus
"Erfurt | Thüringer Schachfestival weiter im Aufwind"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, Februar 2015

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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