Schach Magazin
Ausgabe 6 mit diesen zentralen Themen ::

Carlsen gewinnt Carlsen Invitational




Die „glorreichen Acht“ (im Uhrzeigersinn von l. o.): Alireza Firouzja, Magnus Carlsen, Fabiano Caruana, Ding Liren, Ian Nepomniachtchi, Maxime Vachier-Lagrave, Anish Giri und Hikaru Nakamura.

Quelle: magnuscarlsen.com/en/invitational

Spalten: Platz, Spieler, Föderation, Ergebnisse, erzielte Punkte, + = Anzahl der Siege (je 3 Punkte), A+ = Siege in Armageddon-Partien (gekennzeichnet mit *, je 2 Punkte), A- = Niederlage in Armageddon-Partien (gekennzeichnet mit ', je 1 Punkt), - = Anzahl der Niederlagen (Null Punkte), Punkte für die Wertung: die ersten Vier sind für das Finale qualifiziert, Halbfinale, Finale.

Im Magnus Carlsen Invitational kämpfen acht der besten Spieler der Welt online in der chess24-Playzone um einen Preisfonds von 250000 $, der Sieger erhält 70000 $. Es beginnt mit einem Single Round-Robin vom 18. bis 30.April. Die Spieler mit den meisten Punkten qualifizieren sich für die Vier Finalisten im Knockout-Format. Jedes Match besteht aus vier 15+10-Rapidpartien, bei denen der Sieger 3 Punkte erhält. Bei einem Gleichstand von 2:2 wird ein Armageddon gespielt, wobei Weiß 5 Minuten erhält und Schwarz 4. Bei einem Remis gewinnt Schwarz. Der Sieger im Armageddon erhält 2 Punkte, der Verlierer 1. Remisangebote vor dem 40.Zug sind nicht erlaubt. (quelle: chess24.com)
 

Weniger als einen Monat nach Abbruch des Kandidatenturniers in Jekaterinburg konnten Schachfans im Internet wieder Spitzenschach verfolgen. Zu verdanken hatten sie das dem Weltmeister.

Das Magnus Carlsen Invitational - das Magnus Carlsen organisiert, die Plattform Chess24.com, bei der er Teilhaber ist, übertragen und für dessen Preise Magnus Carlsens Sponsor Unibet gesorgt hat - wurde von Magnus Carlsen gewonnen.

Die Übertragung bei Chess24 erzielte Zuschauerquoten, die fast an die von Übertragungen eines Weltmeisterschaftskampfes herankamen, zum einen, weil die halbe Welt das Geschehen aufmerksam verfolgte, dann aber auch, weil in neun Sprachen kommentiert wurde, darunter Chinesisch, und das Format zuschauerfreundlich angelegt war. Außerdem konnten die Zuschauer die Spieler in deren privater Umgebung in Aktion erleben, und deren emotionale Reaktionen während des Aufs und Abs einer Partie waren vielleicht das Bemerkenswerteste während der Übertragung.

[…]

Wie erwartet gewann Carlsen, der amtierende Weltmeister im Blitz- und im Schnellschach, der auch beim Norway Chess Turnier 2019 im Armageddon dominiert hatte, den ersten Preis von 70 000 US-Dollar, allerdings nicht ohne Schwierigkeiten. Er startete glänzend in das Turnier, aber in der fünften Runde bescherte er Giri dessen ersten Wettkampfsieg im Turnier. Danach verlor der Norweger, als er einen der vier ersten Plätze und die Qualifikation für das Halbfinale bereits sicher hatte, 1:3 gegen Ding Liren, wodurch er am Ende der Vorrunde auf den vierten Platz zurückfiel.



A. Firouzja - M. Carlsen
Schwarz am Zug


Schwarz steht klar besser und solide Züge wie 39. …a4 oder 39. …Td4 sollten zum Gewinn ausreichen. Doch Carlsen spielte den zwar sich aufdrängenden, dennoch falschen Zug 39. …Td2? mit dem Firouzja gerechnet hatte und in Windeseile 40. Tb8+! Kh7 41. Dg4! aufs Brett zauberte. Ein Schock für Carlsen. Gegen die Mattkombination Dg6+ ist kein Kraut gewachsen. Es folgte nur noch 41. …Df1+ 42. Tg2 Dxg2+ 43. Kxg2 – 1:0

Von diesem Schwindel einmal abgesehen hatte der 16-jährige Firouzja einen schweren Stand gegen die Weltelite, und die folgende Partie war eine absolute Katastrophe.

Weiter geht’s in der Juniausgabe 2020.

 
 


Auszug aus
"Carlsen gewinnt Carlsen Invitational"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, Juni 2020

Schach-Magazin a a a
Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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