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Ausgabe 12 mit diesen zentralen Themen ::

Entscheidung an der Aller




Foto: Andreas Burblies

Die Spitzenränge bei der Deutschen Meisterschaft 2014 (v. l.) Dennis Wagner (Platz 2), Sieger Daniel Fridman, Vitaly Kunin (3. Platz).



Die 85. Auflage der Deutschen Einzelmeisterschaft wurde in der Zeit vom 20. bis zum 30. November in Verden an der Aller von dem Niedersächsischen Schachverband und dem Landesschachbund Bremen gemeinsam ausgerichtet. Da diese Organisationen nicht nur benachbart, sondern auch wie sie betonen befreundet sind, gelang die Ausrichtung vorzüglich, wie auch mehrere Teilnehmer ausdrücklich betonten. An der einzigen Störung tragen die Schachorganisatoren keine Schuld; auch sie waren überrascht, dass das Hotel kurzfristig eine sehr laute Veranstaltung übernahm, also konnte die zweite Runde erst um 19 Uhr beginnen und zog sich bis tief in die Nacht hinein.

Hauptsponsor war die Toto Lotto Stiftung Niedersachsen (http://lotto-sport-stiftung.de/), die sich eigenen Angaben zufolge der sozialen Verantwortung beim Lotteriespiel verschrieben hat und in diesem Rahmen beispielsweise Stipendien an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vergibt, bei den Anschaffung von Vereinsfahrzeugen (Mannschaftsbusse) hilft u. v. m., sie unterstützt auch einige Sportaktionen wie eben die Deutsche Schachmeisterschaft.

Diese wurde diesmal mit 44 Teilnehmern ausgetragen, das Feld ist nach einem komplizierten Schlüssel zusammengesetzt, teils aus direkt bei den Meisterschaften der Landesverbände qualifizierten Spielern, teils werden zahlreiche Freiplätze vergeben, u. a. an Nationalspieler, aber auch an junge Talente. Und aus diesen beiden Gruppen kamen auch die meisten diese Meisterschaft prägenden Teilnehmer.

[…]

Der Apothekenverbund Koop Lingen (Ems) spendierte einen Preis für die beste Partie, den sich beide Gegner teilten:

Englisch A 17
D. Fridman (Mülheim-Nord, 2639)
C. Schild (Freiburg Zähringen, 2424)


1. Sf3 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 Lb4 4. g4 0-0 4. …Sxg4 5. Tg1 f5 6. h3 Sf6 7. Txg7 gilt als gut für Weiß. 5. g5 Lxc3?! Viele Spitzenspieler spielten in dieser Stellung …Se8. Der schwarzfeldrige Läufer wird dem Nachziehenden bald fehlen. 6. dxc3 Se8 7. Lg2 De7 8. h4 Sc6 9. h5 f5 10. Sh4 f4 11. e3 Dxg5 12. exf4 Dc5 13. Dd3 Se7?! Schwarz will den gegnerischen Angriff stoppen, besser geeignet wäre dafür jedoch 13. …Sd6. 14. Le3 Dd6 15. De2 Sf5 16. Sxf5 Txf5 17. Le4 Tf7 18. h6 g6 19. Dc2 Es droht Lxg6. 19. …Tf5 20. c5 Df8 21. 0-0-0 Df7 22. Lxf5 exf5 23. The1 c6 24. Ld4 Sc7 25. De2 Se6 26. De5 Kf8 27. Dh8+



Nach 27. …Ke7 entscheidet schön 28. Txe6+ dxe6 (28. …Dxe6 29. Le5 und Ld6+ mit Gewinn.) 29. Dd8+!! Kxd8 30. Lf6+ Kc7 31. Ld8 matt. 27. …Dg8 28. Df6+ Df7 29. Txe6! und wegen 29. …dxe6 30. Dd8+ De8 31. Lg7+ Kf7 32. Df6+ Kg8 33. Td8 - 1:0

Weiter geht’s in der Dezemberausgabe 2014.

 
Auszug aus
"Entscheidung an der Aller | Deutsche Meisterschaft 2014 | Favorit Daniel Fridman setzt sich durch, junge Talente machen auf sich aufmerksam"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, Dezember 2014

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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