<00i> Schach-Magazin
Schach Magazin
Ausgabe 10 mit diesen zentralen Themen ::

Jubiläumsauflage der NATO-Meisterschaft




Foto: Archiv Koopmeiners

Das Bundeswehrteam: (vorn, von l.) Christian Marquardt (SV Koblenz), Mark Helbig (Klub Kölner Schachfreunde). Mitte: Ulrich Bohn (SV Koblenz), Lorenz Drabke (OSG Baden-Baden), Hans-Christoph Andersen (Godesbg. SK). Hinten: Karl Koopmeiners (Godesberger SK), Oliver Nill (vereinslos)


Wie in anderen Sportarten maßen sich auch im Schach in diesem Jahr Soldaten und Zivilbedienstete aus den NATO-Staaten zur jährlichen Schachmeisterschaft; sie wird bereits seit 1989 mit immer wechselnden Austragungsorten durchgeführt und fand in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Der historische Austragungsort, Quebec City in Kanada, gab dem Turnier einen würdigen Rahmen. So reiste das deutsche Bundeswehrteam mit großer Freude über den "großen Teich", um vom 8. bis 12. September 2014 den im Vorjahr errungenen Titel zu verteidigen.

Der kanadischen Einladung folgten zehn weitere Nationen, so dass insgesamt 74 Schachsportler um die Siegerehre kämpften. Des Weiteren gingen sogenannte NATO-Teams an den Start, denen die jeweiligen Mannschaftsführer angehören. Kanada stellte zusätzlich eine zweite Mannschaft mit Veteranen bereit. Mit diesen Maßnahmen wurde die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften etwas erhöht, um die kostenbedingte Absage einiger Nationen zu kompensieren.

Gespielt wurde ein siebenrundiges Einzelturnier nach Schweizer System (Bedenkzeit: 40 Züge in zwei Stunden und 30 Minuten für den Rest der Partie), bei dem Spieler gleicher Nationalität nicht gegeneinander antreten dürfen. Die am Schluss erzielten Punkte der vier bestplatzierten Schachsportler wurden zu einer Mannschaftswertung zusammen gezogen. […]

Drabke gelang auch eine der kürzesten Partien der ganzen Meisterschaft. Zugegeben, sein Gegner, der Däne Jan Mose Nielsen, wirkte unfreiwillig mit, denn die von ihm aufgestellte Falle erwies sich eher als ein Bumerang:

Damengambit D 19
J. Nielsen (DEN, 2083)
L. Drabke (GER, 2458)


1. d4 d5 2. Sf3 Sf6 3. c4 c6 4. Sc3 dxc4 5. a4 Lf5 6. e3 e6 7. Lxc4 Lb4 8. 0-0 0-0 9. De2 Lg4 10. Td1 Sbd7 Ein natürlicher Zug ist jetzt 11. e4, manchmal erst nach dem vorgeschalteten Zug h2-h3. Der Anziehende erspähte jedoch eine Kombination, die zu seinem Schaden ein "Loch" hatte. Er spielte   in Erwartung, dass sein Gegner 11. …e5 spielen und er selbst auf der offenen d-Linie Beute machen würde: 12. dxe5 Sxe5 13. Se4? Sxe4 14. Lxb4



So war das gemeint, die Dame d8 hängt und der Turm f8 kann ebenfalls geschlagen werden. Doch es kam so, wie in der bekannten Redewendung "Wer anderen eine Grube gräbt, …": Schwarz zog 14. …Df6! wonach sich Lxf8 wegen …Sxf3+ verbietet. Dummerweise lässt sich der Einschlag auf f3 auch nach anderen Zügen nicht vermeiden, also gab Weiß auf – 0:1

Weiter geht es im Oktober-Heft.

 
 
Auszug aus
"Jubiläumsauflage der NATO-Meisterschaft | Team der Bundeswehr gelingt eine erfolgreiche Titelverteidigung"
erschienen in


SCHACH MAGAZIN 64, Oktober 2014

Schach-Magazin a a a
Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

Designelement  :: Aktuelles Designelement
  Aktuelles Heft
Aktuelles Heft
Im Heft blättern
 

Designelement  :: Jahrgangsschuber Designelement
  Jahrgangsschuber
Aktuelles Heft
Der Preis pro Stück für 12 Ausgaben – inklusive Porto und Schutz-Verpackung beträgt € 14,90
Bestellungen bitte unter
Tel.: (0421) 36 90 325