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Ausgabe 6 mit diesen zentralen Themen ::

Französischer Sieg an schwedischer Küste






Zwei Mitglieder der jungen schwedischen Garde: Erik Blomquist (l.) und Axel Smith bei der Analyse ihrer kurzen, aber aufregenden Partie aus der dritten Runde.

Foto: Cathy Rogers



In den beiden letzten Dekaden sind mehrere traditionelle Topturniere verschwunden, zunächst Linares und VSB Amsterdam, zuletzt MTel in Sofia und Nanjing. Die Liste der "Überlebenden" wird von Wijk aan Zee angeführt (über 76 Austragungen unter verschiedenen Sponsorennamen, von Hoogovens über Corus bis Tata) sowie dem sparkassen chess meeting in Dortmund, das in diesem Jahr die 43. Auflage erleben wird. Auf eine schon recht lange Geschichte kann auch das von der Kanzlei Sigeman and Co. gesponserte GM-Turnier in der südschwedischen Stadt Malmö zurückblicken. Es wird seit 1993 jährlich ausgetragen, in den letzten 17 Jahren beständig in Malmös ältestem Schauspielhaus Hipp Theatre, das selbst für ein Superturnier ein würdiges Ambiente geboten hätte: Kristalllüster, Logen, jede Menge Platz für Zuschauer und Extraräume für Analysen und gesellschaftliche Treffen.

[…]



[…]

Zum Schluss noch eine Partie mit einem anscheinend vergessenen historischen Vorläufer.

Damenbauerspiel D 02
E. Blomqvist - A. Smith
3. Runde


1. Sf3 d5 2. g3 Sc6 3. d4 Lg4 4. Lg2 e6 5. 0-0 Le7 6. c4 Lf6



Diese von GM Jonny Hector bevorzugte Fortsetzung bringt Schwarz überraschend schnell ein gutes Spiel ein. Nach der Partie gab Smith 7. Se5!? als die beste Fortsetzung an, was die Dresdner Schachlegende Wolfgang Uhlmann bereits 1958 bei der DDR-Meisterschaft in Schkopau (Sie erinnern sich noch, "Plaste und Elaste aus Schkopau"?) erfolgreich anwandte. Hier die von Uhlmann meisterhaft gespielte Partie : 7. …Sxe5 8. dxe5 Lxe5 9. Da4+ Dd7 10. Dxd7+ Kxd7 11. cxd5 exd5 12. Lxd5 Le6 13. Lxb7 Tb8 14. Td1+ Ke7 15. f4 Lxf4 16. gxf4 Txb7 17. b3 Sf6 18. La3+ Ke8 19. Sc3 Sd7 20. e4 f6 21. Td4 c5 22. Td6 Tb6 23. Tad1 Txd6 24. Txd6 Ke7 25. Ta6 f5 26. Txa7 Tc8 27. Sa4 Ke8 28. Ta6 Kf7 29. Sc3 g5 30. fxg5 Tg8 31. h4 f4 32. Se2 h6 33. Sxf4 Lxb3 34. g6+ - 1:0, W. Uhlmann-M. Kahn, 1958.

Blomquist kannte das richtige Rezept nicht und spielte 7. e3 h6 8. Db3 Tb8 9. Sc3 Sge7 10. Sd2 Sa5 11. Da4+ 11. Da3!? kam eher in Betracht. 11. …c6 12. b3 0-0 Es war an der Zeit, den Läufer nach a3 zu entwickeln. Nach dem Partiezug 13. Te1?! c5! geriet der Bauer d4 unter Druck und nach 14. cxd5? exd5 15. La3? Ld7! 16. Sb5 a6 ging ein weißer Springer flöten. 17. Lxc5 Lxb5 18. Da3 b6 19. Ld6 Tc8 20. e4 Sb7 21. e5 Sxd6 22. exf6 gxf6 – 0:1

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Auszug aus
"Französischer Sieg an schwedischer Küste | Laurent Fressinet gewinnt das Sigeman und Co.-Turnier
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, Juni 2014

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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