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Marco Bode


Marco Bode
Foto: Harald Fietz

Während des Stichkampfs um den Meistertitel in der Schachbundesliga in Bremen (2005) spielte Marco Bode simultan

…Sitzt Marco Bode heute noch ab und zu am Brett? Hartmut Metz verriet der ehemalige Profi, dass er regelmäßig bei Chess-Base Blitz- und Bulletpartien spielt. Und als Inhaber einer Marketing-Firma namens Deepblue Sports und Mitproduzent von Kinderfernsehen denkt der Hanseat natürlich daran, mit Felix Magath eine Schachsendung für das Fernsehen zu produzieren.

Schach-Magazin 64: Was macht ein ehemaliger Fußball-Nationalspieler, wenn er nicht Trainer oder Manager nach seiner Karriere wird? Im Online-Lexikon Wikipedia heißt es, dass Sie Ihr unterbrochenes Philosophie-Studium in Bremen wieder aufgenommen haben.

Bode: Nein, das stimmt nicht. Während meiner Fußball-Karriere studierte ich ein wenig Mathematik an der Fernuni Hagen und später kurz in Bremen ein bisschen Philosophie. Das jedoch im Grunde genommen nur aus privatem Interesse, weniger um einen Abschluss zu machen. Das nahm ich auch nicht mehr nach dem Fußball auf, sondern eignete mir mehr betriebswirtschaftliches Handwerkszeug an. Ich absolvierte in einem Jahr einen Kompaktkurs. Danach legte ich mit verschiedenen Projekten los, die ich bis heute verfolge.

[…]

SM64: Hat Ihr Hang zur Mathematik und einem einst begonnenen Studium auch mit der Liebe fürs Schach zu tun? Viele Naturwissenschaftler neigen zum königlichen Spiel.

Bode: Solch eine Verbindung ist vermutlich da. Neben Sport zählte Mathematik in der Schule zu meinen besten und Lieblingsfächern. In der fünften Klasse begann ich mit Schach. Wir mussten nachmittags an einer Arbeitsgemeinschaft teilnehmen. Da ich in der Fußball-AG nach einem Losverfahren nicht zum Zuge kam, erfüllte sich mein Zweitwunsch: Schach, weil ich es bis dahin noch nicht konnte. Es machte mir enormen Spaß, und ich belegte es drei Halbjahre hintereinander. Ich spielte mit 13, 14 dann ein Jahr lang in meinem Heimatort, beim SV Osterode-Südharz. Es blieb aber nur ein Hobby, weil natürlich der Fußball im Vordergrund stand und mehr und mehr Zeit erforderte.

[…]

SM64: Wie stark sind Sie?

Bode: Ich bin etwas mehr als ein Hobbyspieler, aber wäre sicher eher ein dürftiger Vereinsspieler - also irgendwo dazwischen bin ich anzusiedeln.

SM64: Vor einigen Jahren spielten Sie Partien gegen Ihre Fans, die auf Ihrer Webseite Züge vorschlagen konnten. Damals machte die Wertungszahl von 2100 die Runde.

Bode: Neee, neee, neee. Das stimmt nicht. Ich kann das schwer mit einer Elo-Zahl einschätzen. Ich spiele häufig online Blitzpartien, was ein ganz anderes Spiel ist. Das gilt für die Drei-Minuten-Blitzpartien, aber noch mehr für das gefürchtete Bullet mit einer Minute. Das ist ja eine ganz andere Sportart.

SM64: Wie gut ist Ihre Wertungszahl auf dem Server?

Bode: Ich schwanke meist zwischen 1600 und 1700. Bei mir ist oft viel Bewegung drin: Einmal spiele ich 20 Partien in einer halben Stunde gut und schieße im Bullet auf 1800 hoch - und dann geht es wieder runter auf 1500. Ich möchte daher unterscheiden zwischen diesem anderen Spiel und Fünf-Minuten- oder gar Schnellschach-Partien. Bei Letzteren bin ich auf jeden Fall stärker. Meine größten Erfolge am Brett waren ein Remis gegen einen Bundesligaspieler des SV Werder und der Vergleich mit Garri Kasparow. In dem Online-Simultan unterlag ich zwar, hielt jedoch ziemlich lange durch.

 
Auszug aus
"Mit Deepblue dem Schach stets verbunden – Gespräch mit dem ehemaligen Fußball-Nationalspieler Marco Bode"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, Januar 2010

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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