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Frauen Bundesliga


Frauen Bundesliga
Foto: H.Fietz

Der neue FBL-Meister vom OSC Baden-Baden mit seiner stärksten Formation: (von links) Anna Zatonskih, Ketevan Arakhamia-Grant, Jekaterina Kowalewskaja, Trainer Jaroslav Srokovskiy, Ekaterina Borulya, Viktoria Cmilyte und Swetlana Matwejewa.

… mit großem Vorsprung vor den Verfolgern an der Tabellenspitze, derweil sich TU Dresden, SC Bad Königshofen und SK Großlehna mit jeweils 12:6 Mannschaftspunkten dahinter bereits gegenseitig die Punkte abgenommen hatten oder vom neuen Meister mit gewaltig starkem Personal im direkten Vergleich im Zaum gehalten wurden (so die Dresdner Ende Januar 2009, siehe Aus-gabe 2/2009, S. 47/48). Zwar konnte die „Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922“ ihre weiße Weste nicht behalten, aber die Niederlage in der letzten Runde (gegen Halle) ändert nichts daran, dass die Meisterschaft souverän errungen wurde.

Die letzten drei Teams steigen ab und werden in der nächsten Saison durch die Sieger der drei Gruppen der 2. Frauenbundesliga ersetzt: SV Medizin Erfurt, SV Wolfbusch und SAV Torgelow.

Eine Spielzeit ohne „größere Vorfälle“ schafft Platz, über die Attraktivität der Frauenbundesliga (FBL) zu reflektieren und interessante Partiemomente zu zeigen. Ekaterina Borulya vom OSC Baden-Baden und Martina Skogvall von SK Großlehna äußerten sich zur generellen Situation und ihrem Vereinsumfeld. Ihre Vereine sind potentiell interessiert, die deutschen Farben beim prestigeträchtigen Europapokal für Vereinsmannschaften zu vertreten. Wie bei allen Vereinen in der FBL herrscht ein Vereinsklima, wo das Zusammentreffen der deutschen und ausländischen Spielerinnen eher Familientreffen ähnelt, aber vielleicht ist das ja gerade der Reiz, in einen Vereinswettbewerb zu investieren!

[…]

Zur internationalen Zusammenstellung und zum Stellenwert der Frauenabteilung meinen Borulya und Srokovskiy: „Obwohl unsere Spielerinnen aus verschiedenen Ländern kommen, kennen sie sich schon sehr lange und kommen gut miteinander zurecht. Wir haben eine gute, freundschaftliche Atmosphäre in der Mannschaft, worauf wir sehr großen Wert legen. Für den Verein ist es sehr wichtig, dass wir beide Titel (bei den Männern und bei den Frauen) gewinnen. Europacup ist für die nächste Saison nicht ausgeschlossen.“ Nach einer interessanten Partie befragt wies Jaroslav Srokovskiy auf die folgende Spielanlage hin, die er in einem Ende des Jahres erscheinenden Buch über Stellungswertung ebenfalls zeigen wird. „So profitiert er vom Frauenschach“, meint seine Ehefrau augenzwinkernd.

Englisch A 43
V. Jürgens (Hamburger SK)
E. Moser (OSG Baden-Baden)

Analyse von IM Jaroslav Srokovskiy 1. d4 c5 2. dxc5 e6 3. Le3 Sa6 4. Sc3 Sxc5 5. b4 Sa6 6. a3 Sf6 7. Sf3 Le7 8. g3 d6 9. h3 Ld7 10. Dd3 0–0 11. Lg2 Dc7 12. Sd4 Tfc8 13. Sdb5 Db8 14. 0–0 Lc6 15. Tad1 Lxg2 16. Kxg2 Td8 17. Lf4 Sc7 18. e4 Sce8 19. Le3 a6 20. Sd4 Dc7 21. Sde2

Schach-Kombination

Weiß hat etwas mehr Raumkontrolle, aber keine Angriffsobjekte. Das schwache Feld c4 und der rückständige Bauer c2 machen Schwarz aber Hoffnung, bald in Vorteil zu kommen. 21. …Sd7! Mit der Idee Sf6-e5-c4. 22. f4?! Weiß möchte Se5 verhindern 22. …Se5! Die weiße Dame ist unbeweglich, und Schwarz nutzt das aus. 23. fxe5 Alternativ war 23. Dd4 Sc4. 23. …dxe5 24. Sd5 exd5 25. exd5 Tac8 Der rückständige Bauer c2 macht die ganze Bauernformation am Damenflügel a3, b4, d5 schwach. 26. Td2 Sf6 27. Df5 Dc4 28. Dxe5 Sxd5 29. Ld4 Lf6! Schwarz steht auf Gewinn. 30. Dh5 Lxd4 31. Dxf7+ Nach 31. Txd4 Se3+ 32. Kf2 Txd4 ist es für Schwarz leicht. 31. …Kh8 32. Kh1 Oder 32. Txd4 Dxe2+ bzw. 32. Sxd4 Se3+, und Schwarz gewinnt. 32. …Le3 33. Td3 De4+ 34. Kh2 h6 35. Tf3 Txc2 0:1
 
Auszug aus
"Frauenbundesliga – In der Schachhochburg sind beide Mannschaftstitel wichtig – OSG Baden-Baden gelingt souveräne Titelverteidigung * Verfolger pflegen guten Teamgeist, scheitern jedoch an Personalausfällen"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, 5/2009

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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