Schach Magazin
Raus aus dem Schlamassel ::

Rechtzeitig gegnerische Drohungen entschärfen




Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, hilft nichts mehr. Besser ist es, die Wasserstelle beizeiten unzugänglich zu machen. Rechtzeitige Vorsorge tut Not. Auf diese Binsenweisheit, auf Schach übertragen, weist der weltbekannte Spieler und Trainer Artur Jussupow im Einführungstext zu einem seiner Lehrgänge (viele sind auf www.chess-tigers.de aufgelistet) wie folgt hin:

"Schachspieler vergessen oft, dass sie nicht alleine am Brett sitzen und sie auch die Pläne des Gegners berücksichtigen müssen. Die Gewohnheit, sich ständig zu fragen, was der Gegner unternehmen will, die Frage richtig zu beantworten und diese gewonnenen Informationen zu berücksichtigen, ist das prophylaktische Denken."

Ein Paradebeispiel einer gelungenen Prophylaxe bietet die nachstehend aufgeführte Partie. Sie wurde Mitte Dezember 2018 im Finale der Grand Chess Tour in London gespielt. In der ersten Partie trennten sich die Kontrahenten remis, in der zweiten musste sich Nakamura mit Schwarz gegen Vachier-Lagrave verteidigen, der das druckvolle Spiel meisterhaft beherrscht. Es war schon erste Sahne, wie Nakamura alle gefährlichen Absichten seines Gegners im Voraus diagnostizierte und unschädlich machte. Er hielt remis und gewann dann im Stichkampf.

Spanisch C 65
M. Vachier-Lagrave (FRA, 2781)
H. Nakamura (USA, 2746)


1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 Sf6 4. 0-0 Sxe4 5. d4 Sd6 6. Lxc6 dxc6 7. dxe5 Sf5 8. Dxd8+ Kxd8 9. h3 Ke8 10. Sc3 h5 11. Lf4 Le7 12. Tad1 Le6 13. Sg5 Th6 14. Tfe1 Lb4 15. a3 Lxc3 16. bxc3 h4 17. Se4 Tg6 18. g4 hxg3 19. fxg3 Ld5 20. g4 Lxe4 21. Txe4 Se7 22. e6

Schlamassel

Trotz des reduzierten Materials muss Schwarz stets aufpassen. Sein Damenturm ist immer noch nicht aktiviert und er kann ihn jetzt und in der Folge immer noch nicht ins Spiel bringen, am wenigsten mit 22. …Td8??, was nach 23. exf7+ den Turm gewinnt. Mit dem Schlagen auf e6 ist das Problem keineswegs gelöst, sehen Sie selbst:

Weiter geht’s in Ausgabe Januar 2019

 

Aus der Septemberausgabe 2011 stammt die Leseprobe, die als Pdf-Datei heruntergeladen werden kann.

 


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  Unbändiger Vorwärtsdrang

Obwohl er schon ein gestandener Mann von 68 Jahren war, freute er sich wie ein Kind. Endlich sollte in seiner Heimatstadt Minsk ein Spitzenturnier ausgetragen werden, die Europameisterschaft nämlich, und sie sollte sein schachliches Schwanenlied werden.
 

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