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Ausgabe 5 mit diesen zentralen Themen ::

EOCCC: Die glorreichen Sechs



https://www.youtube.com/watch?v=aPvo3BrVI0I

Mannschaftsführer Sven Noppes (r.), der hier gemeinsm mit Andreas Heimann und Vincent Keymer den Siegerpokal in den sonnigen Frühlingshimmel stemmt, freute sich sichtlich über den Erfolg: "Deizisau ist zwar in Europa durch die über zwei Jahrzehnte lang erfolgte Ausrichtung des Internationalen Neckar-Opens kein unbekanntes Fleckchen Erde, ganz im Gegenteil, aber mit diesem Erfolg bei der allerersten Europapokalteilnahme hat sicher keiner gerechnet. Glückwunsch an das ganze Team!"



Der Europacup gilt seit vielen Jahren als das (nach der Schacholympiade) zweitbeste Mannschaftsturnier der Schachwelt. Rein "protokollarisch" ist zwar die Mannschaftsweltmeisterschaft noch höher einzuschätzen, doch bei dieser können nur zehn Teams mitspielen, außerdem findet diese WM nur alle zwei Jahre statt. Bei dem jährlich stattfindenden Europapokal der Vereinsmannschaften, gewohnheitsmäßig als Europacup bezeichnet, beteiligen sich viel mehr (diesmal 91) zumeist sehr starke Viererteams mit bis zu zwei Ersatzspielern.

Als Austragungsort der diesjährigen Auflage wurde die Online Plattfrom Tornelo angegeben und der überlange Name der Meisterschaft platzsparend als EOCCC (European Online Chess Club Cup) gekürzt. Gespielt wurden Schnellschachpartien im verbreiteten Modus "15m + 5spm", schon wieder ein neuzeitliches Kürzel, es steht für 15 Minuten pro Spieler/in und Partie, für jeden ausgeführten Zug ("per move") kommt ein Zeitbonus von fünf Sekunden hinzu.

Im Gegensatz zu den früheren Veranstaltungen des Europacups, bei denen als Turniermodus das Schweizer System angewandt wurde, gab es diesmal mehrere Vorrunden, eine weitere Playofphase mit anschließender Finalgruppe mit 10 Teams. "Unterwegs" schieden einige hoch eingeschätzte Mannschaften aus, darunter auch das auf Platz 1 gesetzte Team des deutschen Mannschaftsmeisters OSG Baden-Baden mit seinem Kapitän Sven Noppes, der am Ende der Veranstaltung den Siegerpokal trotzdem in der Hand hielt:

[…]

Spanisch C 65
D. Kollars (SF Deizisau)
A. Sharafiev (Ladja Kazan)


1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 Sf6 4. d3 Lc5 5. Sbd2 0-0 6. c3 d6 7. 0-0 a6 8. La4 b5 9. Lc2 Lb6 10. h3 Se7 11. d4 Sg6 12. Te1 Lb7 13. Sf1 Te8 14. Sg3 h6 15. a4 Dd7 16. Le3 exd4 17. Lxd4 Lxd4 18. cxd4 c5 19. d5 Dc7 20. Dd2 Sd7 21. Sf5



In dieser typischen Stellung war b4 angesagt, um das folgende starke Manöver mit Damenausfall nach c3 zu verhindern. Und wer nicht hören will, muss fühlen …

21. …Tab8? 22. axb5 axb5 23. Dc3! droht Dxc3 matt 23. …f6 24. S3d4! b4 25. Dg3 cxd4 26. Dxg6 Se5 27. Dg3 d3 28. Lxd3 Kf8 29.Tac1 Dd7 30.Lb5 – 1:0

Weiter geht es im Maiheft.

 
 
Auszug aus
"Die glorreichen Sechs | Junges Team der Schachfreunde Deizisau holt den Europacup"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, Mai 2021

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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