Schach Magazin

Ausgabe 11 mit diesen zentralen Themen ::

Mayrhofen: Europacuptitel vergeben




Quelle: facebook.com/ECCC2022/photos / Fiona Steil-Antoni

Das Siegerteam (ab 2.v.l.): Nguyen Thai Dai Van, David Anton Guijarro, David Navara, Nils Grandelius, Kapitän Petr Boleslav, Radoslaw Wojtaszek, Markus Ragger, Pentala Harikrishna, Santosh Gujrathi Vidit


Während die letzten Ausgaben vorwiegend die Schachereignisse auf dem größten Kontinent – vor allem die Schacholympiade in Chennai – reflektierten, rückt nun der „alte Kontinent“ wieder einmal in den Fokus.

Der Europacup ist per Definition eine europäische Meisterschaft für Vereinsmannschaften. Seit es dieses Turnier gibt, wird das hohe spielerische Niveau gelobt, jedoch die Regeln kritisiert. Die größte Schwäche des Regelwerkes ist die Zulassung von speziell für den Cup rekrutierten Spielern, auch solchen, die für diesen Verein in den entsprechenden nationalen Ligen nie gespielt haben. Zwar ist die Anzahl dieser Joker auf zwei pro Team beschränkt, dennoch bleibt diese Regel kaum nachvollziehbar.

Die zweite Schwäche des Cupwettbewerbs ist seine kurze Dauer, nur sieben Runden, was bei Turnieren nach Schweizer System unweigerlich dazu führt, dass viele Duelle zwischen Spitzenteams gar nicht zustande kommen. Und so verzichtet das eine oder andere Spitzenteam (z.B. der Deutsche Meister Baden-Baden) wegen der beiden genannten Mängel wiederholt auf die Teilnahme.

Andere vertrauen neben dem Glück auf rohe Elo-Gewalt. Von den 70 Teams in der offenen Sektion waren die ersten sechs mit einem Elo-Durchschnitt von mindestens 2675 besser besetzt als die Nationalmannschaften der meisten Länder. So war es auch bei der diesjährigen Auflage der Fall, die vom 3. bis zum 9.Oktober in Mayrhofen (Zillertal) ausgerichtet wurde.

[…]

Für Novy Bor punkteten jedoch zwei Spieler voll und sicherten das Gold. Wir beobachten zunächst das Geschehen am fünften Brett.

Italienisch C 50
M.Cornette (Asnieres)
D.Anton Guijarro (Novy Bor)


1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.d3 Lc5 5.Sc3 h6 6.0–0 0–0 7.h3 a6 8.Le3 d6 9.Lxc5 dxc5 10.a4 Dd6 11.Sd5 Sxd5 12.Lxd5 Se7 13.Lb3 Sg6 14.Sd2 Df6 15.Kh2 Sf4 16.Df3 Dg5 17.Dg3 De7 18.De3 b6 19.Sf3 Td8 20.Tad1 Df6 21.Sg1 Le6 22.Lxe6 Sxe6 23.g3 b5 24.a5 Td7 25.c3 Tad8 26.f4 c4 27.fxe5 Dg5 28.Dxg5 Sxg5 29.d4 Sxe4



Schwarz droht …Sxc3 und steht bereit, mit dem kommenden …c5 ein Druckspiel gegen den rückständigen d-Bauern zu erzeugen. Dies hat dem Anziehenden nicht gefallen, doch seine Lösung war ebenfalls nicht das Gelbe von Ei.

Weiter geht es im Novemberheft

 
 


Auszug aus
"Europacuptitel vergeben | Novy Bor (Tschechien) gewinnt die Offene Klasse, Pamhagen(Österreich) siegt bei den Frauen"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, November 2022

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  Remisschluss einmal anders

Zu der nachstehend abgebildeten Stellung kam es am im Januar beim Open in Gibraltar zwischen zwei Spielern der Weltklasse. Weiß hat einen Bauern mehr, kann aber die Punkteteilung – zu der es mehrere Wege gibt – nicht verhindern:

 

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