Metrologische IT - Teil I

 

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Metrologische IT - Teil I

ISBN: ISSN 0030834 X   |   Erscheinungsjahr: 2017    |    Auflage: 1
Seitenzahl: 88   |    Einband: Broschur    |    Gewicht: 309 g
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126. Jahrgang, Heft 4, 2016

Durch die Digitalisierung der Wirtschaft werden wesentliche Impulse für den europäischen Binnenmarkt erwartet. Die Bundesregierung sieht entsprechend den Nutzen der Digitalisierung für Deutschland und hat die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im Jahr 2014 in die neue Hightech-Strategie aufgenommen und die „Digitale Agenda“ als nationales Pendant der europäischen Initiative initiiert. Die deutsche IKT- Branche trägt heute schon deutlich mehr zur gewerblichen Wertschöpfung bei als traditionelle Branchen wie die Maschinenoder die Automobilindustrie. Diese „Digitale Transformation“ der Wirtschaft geht einher mit allgegenwärtigen Technologie-Begriffen wie Cyber Security, Embedded Systems, Internet of Things, Cyber-physische Systeme, intelligente oder virtualisierte Messsysteme, Cloud Computing, Big Data, Smart Data und Smart Services – um die wesentlichsten zu nennen. All diese Technologien sind nicht dabei, neu erfunden zu werden, sondern haben im Zuge ihrer Evolution nun den Reifegrad erreicht, der sie ganz natürlich in neue Technologiefelder konvergieren lässt. Das prominenteste Beispiel für solch ein Technologiefeld ist „Industrie 4.0“. Diese Ausgabe der PTB-Mitteilungen „Metrologische IT“ möchte die Frage nach den Herausforderungen und Chancen beleuchten, die sich für die Metrologie durch die neuen IT-Technologien eröffnen und welche Angebote sie im Rahmen der metrologischen Dienstleistungen bereits offerieren oder in Zukunft anbieten könnten. Im Fokus des ersten Artikels steht das Technologiefeld Industrie 4.0 und er gibt auch Ausblicke darauf, wohin die Entwicklung – insbesondere zum Nutzen des gesetzlichen Messwesens – gehen könnte. Es ist schon abzusehen, dass die IT-Sicherheit in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen und sich zunehmend zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickeln wird. Daher haben wir uns um zwei Artikel von prominenten Experten auf diesem Gebiet bemüht. Der erste Artikel dazu stammt aus dem Referat „Cyber-Sicherheit in der Industrie“ des Bundesamts für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Der sich anschließende Artikel stammt aus der Abteilung Hardware Security des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) dessen Geschäftsführende Leiterin, Prof. Dr. Claudia Eckert, in diesem Jahr in das Kuratorium der PTB berufen wurde. Wie bereitet sich die PTB auf diese Herausforderungen vor oder gibt es schon Angebote? Das soll in den folgenden fünf Artikeln detailliert dargestellt werden. Dabei gehen wir den Weg von der Systemkonfiguration zur individuellen, lokalen und über Netze verteilten Systemarchitektur. Wir beginnen bei der sicheren Konfigurierung von Betriebssystemen, gehen weiter zu einer Referenzarchitektur für eingebettete Systeme bzw. dem Internet der Dinge und von dort zu einer Referenzarchitektur für das Cloud Computing. Ziel ist hier, Herstellern von Messgeräten Angebote für rechtskonforme Lösungen bei der Nutzung neuer Technologien zu geben, die diese im Zuge des Technologietransfers nutzen können. Weiterhin werden diese Referenzarchitekturen einer Risiko-Analyse unterzogen und bieten einfache Verifikationsmöglichkeiten für die Marktaufsicht im Feld an. Daran schließt sich ein Artikel an, in dem eine Prozedur vorgeschlagen wird, wie sogenannte „adäquate“ Sicherheit – gefordert von europäischen und nationalen Rechtsnormen – möglichst objektiv „gemessen“ werden kann. Dieser Themen-Block wird abgeschlossen durch einen weiteren Artikel des BSI zu den aktuellen Anforderungen an intelligente Messsysteme, bei denen die PTB die metrologischen Aspekte in einer eigenen PTB-Anforderung festgelegt hat. Diesem Thema wurde im letzten Jahr eine eigene PTB-Mitteilung (3/2015) gewidmet. Hier endet Teil I dieser PTB-Mitteilung.

PTB-Mitteilungen 4/2016