Leitfaden für die Streckenfreigabe für den Einsatz von Lang-Lkw

 

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Chr. Lippold, A. Schemmel, A. Süßmann, A. Förg

Leitfaden für die Streckenfreigabe für den Einsatz von Lang-Lkw

ISBN: 978-3-95606-521-7   |   Erscheinungsjahr: 2020    |    Auflage: 1
Seitenzahl: 76   |    Einband: Broschur    |    Maße: 29,7 x 21,0 cm    |    Gewicht: 244 g
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Die Bundesregierung hat vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2016 einen deutschlandweiten Feldversuch mit Lang-Lkw durchgeführt. Ziel war es, die Chancen und Risiken, die sich durch den Einsatz dieser Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge ergeben, zu evaluieren. Die dafür erfor¬derliche verkehrsrechtliche Grundlage wurde durch die Verordnung über Ausnahmen von straßenver-kehrsrechtlichen Vorschriften für Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit Überlänge (LkwÜberl-StVAusnV) gegeben. Der Feldversuch hat gezeigt, dass Lang-Lkw auf dem geprüften Straßennetz (Positivnetz) überwie¬gend gut zurechtkommen. Herausforderungen stellen die im Vergleich zur freien Strecke kürzeren Nothalte-buchten in Tunneln und Schrägparkstände auf Rast¬anlagen. Mit der 8. Änderungsverordnung vom 28.12.2017 haben bisher 15 Bundesländer Stre¬cken für Lang-Lkw freigegeben. Die Prüfung und Freigabe von Strecken für das Positivnetz obliegt den Verkehrsbehörden der Länder. Sie haben die Befahrbar¬keit von Verkehrs¬anlagen zu beurteilen. Deshalb wurden die Bundesländer in diesem Teil¬projekt zu ihren Erfahrungen bei der Streckenprü¬fung für Lang-Lkw befragt. Die Befragung um¬fasste Sach¬verhalte der fahrgeometrischen Über¬prüfung, Ver-kehrssicherheitsfragen im Zusammen¬hang mit Lang-Lkw und maßgebende Verkehrs¬an¬lagen für eine Streckenprüfung. Maßgebend für die Untersuchungen ist die Festle¬gung von repräsentativen Bemessungsfahr¬zeugen für die Typen 1, 2, 3, 4 und 5. Typ 1 nimmt in die¬ser Untersuchung eine Sonderstellung ein. Typ 1 ist L = 17,80 m lang und damit kürzer als ein kon¬ven¬tioneller Gliederzug. Durch die großen Über¬hänge hat er größere Schleppkurven als kon¬ven¬tionelle Lkw. Typ 2 deckt mit seiner Vorkommens¬häu¬figkeit und seinen Schleppkurven die übrigen Lang-Lkw ab. Das heißt, dass Typ 3, 4 und 5 ent¬we¬der unbedeutend gering vertreten sind (Typ 4) oder viel kleinere Schleppkurven als Typ 2 ha¬ben. Mit den beiden Bemessungsfahrzeugen wurden aus¬¬¬gewählte Verkehrsanlagen fahrgeometrisch über¬¬-prüft. Die Ergebnisse zeigen, welche Mindest¬ma¬ße an Verkehrsanlagen durch einen Lang-Lkw be-fahrbar sind und bei welchen eine Einzelfallprü¬fung notwendig ist. Alle Erkenntnisse sind in einem eigenständigen Hand¬¬lungsleitfaden integriert, der eine Entschei-dungshilfe bei der Überprüfung beantragter Lang-Lkw-Routen bildet.

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