Management von Neophyten auf Straßenbegleitflächen

 

Verkleinern
<Vergrößern

Mehr Ansichten

P. Bartels

Management von Neophyten auf Straßenbegleitflächen

ISBN: 978-3-95606-690-0   |   Erscheinungsjahr: 2022    |    Auflage: 1
Seitenzahl: 32   |    Einband: PDF    |    Gewicht: 0 g
Lieferzeit: 1 Tag
0,00 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten bei Auslandsbestellungen

Nur als Download erhältlich!

Klicken Sie bitte hier um sich die barriefreie pdf herunterladen.

Anhang




Straßenbegleitflächen können wertvolle Lebens¬räume für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten bieten und damit einen Beitrag zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität leisten. Gleichzeitig kommen aber auch gebietsfremde Pflanzenarten (Neophyten) auf Straßenbegleitflächen vor und breiten sich bevorzugt entlang dieser aus. Einige dieser Arten können eine Gefahr für die Biodiversi¬tät darstellen, hohe ökonomische Kosten verursa¬chen oder die menschliche Gesundheit gefährden. Ziel der vorliegenden Untersuchung war eine Erhe¬bung der Verbreitung von Neophyten, den auftre-tenden Problemen und gegebenenfalls bereits er¬griffener Maßnahmen zu deren Kontrolle auf Be-gleitgrün der Bundesfernstraßen in Deutschland. Um eine verlässliche Einschätzung zu erhalten, wurde eine online-Umfrage entwickelt, die an die zuständigen Straßen- und Autobahnmeistereien der Bundesländer gerichtet wurde. Dabei wurden 12 Fragen zu 10 ausgewählten Neophyten gestellt. Die Rücklaufrate betrug über 40 %. Laut der Angaben der Teilnehmer kommen die meisten der in der Umfrage aufgeführten Neophy¬ten häufig auf Straßenbegleitflächen vor. Die bei¬den Arten, die laut der Umfrage am häufigsten vor¬kommen, die Herkulesstaude (Heracleum mante¬gazzianum) und der japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica), verursachen auch die häufigs¬ten Probleme in den Zuständigkeitsbereichen. Die Teilnehmer gaben an, dass die Herkulesstaude zu gesundheitlichen Problemen, der Staudenknöterich zu Sichtbehinderungen und beide Arten zu einem erhöhten Pflegeaufwand führen. Beide Arten wer¬den in einem Großteil der Zuständigkeitsbereiche aktiv bekämpft. Die Herkulesstaude wird relativ er¬folgreich durch manuelle oder chemische Maßnah¬men beseitigt, während Maßnahmen gegen den Staudenknöterich größtenteils nicht erfolgreich sind. Auch Maßnahmen gegen die anderen aufge¬führten Neophyten führen nur selten zu einer voll¬ständigen und dauerhaften Beseitigung der Bestän¬de. Die Umfrage verdeutlicht, dass ein dringender Bedarf an Maßnahmen zur Kontrolle von Neophy¬ten, vor allem des Staudenknöterichs, besteht. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sollen effiziente Be¬kämpfungsmaßnahmen und Strategien zur Vermei¬dung der Einbringung und Ausbreitung von Neo¬phyten entwickelt werden. Mittel- bis langfristig sollen diese zur (Kosten-)Entlastung bei der Unterhaltung bestehender und der Planung zukünftiger Infrastruktureinrichtungen führen.


 


 

BASt - V - 359