Einfluss der Absorption von Lärmschutzwänden auf die Schallbeugung

 

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M. Ochmann, U. Donner

Einfluss der Absorption von Lärmschutzwänden auf die Schallbeugung

ISBN: 978-3-95606-137-0   |   Erscheinungsjahr: 2015    |    Auflage: 1
Seitenzahl: 48   |    Einband: Broschur    |    Gewicht: 164g
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Der Einfluss der absorbierenden Bekleidung von Lärmschutzwänden (LSW) auf das Abschirmmaß wird numerisch und experimentell untersucht. In den RLS-90 werden derartige Schall absorbierende Bekleidungen nicht berücksichtigt.

Für die numerischen Simulationen wird das Randelementeverfahren (BEM) verwendet, da mit dieser Methode Brechungs- und Beugungseffekte an Hindernissen wie LSW mit vorgegebenen absorbierenden Impedanzrandbedingungen berechnet werden können.

Zuerst wird das zweidimensionale Problem untersucht, bei dem eine Linienquelle vor einer unendlich langen, geraden, reflektierenden und Schall absorbierenden LSW über schallhartem Boden betrachtet wird. Die Simulationsrechnungen einer zweidimensionalen (2-D-)BEM werden mit den Ergebnissen des Verfahrens für „lange, gerade Fahrstreifen“ nach den RLS-90 und weiteren Rechenverfahren verglichen. Es werden im Detail vier verschiedene Absorberklassen betrachtet. Die Simulationen zeigen, dass in der unmittelbaren Nähe hinter der LSW die Wirkung der absorbierenden Bekleidung besonders ausgeprägt ist.

Um das dreidimensionale Schallfeld einer Punktquelle vor reflektierenden und Schall absorbierenden LSW zu simulieren, wird ebenfalls eine Halbraum-BEM angewendet, bei der der Boden als schallhart angenommen wird. Zur messtechnischen Validierung dieser Simulationsrechnungen werden Messungen an einer LSW unter Laborbedingungen im reflexionsarmen Raum durchgeführt und mit den Berechnungen der 3-D-BEM verglichen. Die zugehörigen Einzahlwerte werden bestimmt.

Sowohl die Mess- als auch die Rechenergebnisse zeigen, dass nur die quellseitige und die beidseitige Bekleidung mit Absorptionsmaterial nennenswerte Auswirkungen auf das Abschirmmaß haben. Die BEM-Berechnungen liefern dann eine Erhöhung des Abschirmmaßes um im Mittel 1-3 dB unter der Bedingung, dass sich der Messpunkt nicht oberhalb der Kante der LSW befindet.

 

BMVI - Fb - 1114