Beanspruchung von Bauwerksbeton in der Expositionsklasse XF2

 

Verkleinern
<Vergrößern

Mehr Ansichten

W. Brameshuber, M. Raupach, F. Spörel, P. Schröder, A. Rahimi, Chr. Dauberschmidt, J. Warkus, K. Reichling

Beanspruchung von Bauwerksbeton in der Expositionsklasse XF2

ISBN: 978-3-86918-284-1   |   Erscheinungsjahr: 2013    |    Auflage: 1
Seitenzahl: 112   |    Einband: Broschur    |    Gewicht: 340 g
Lieferzeit: 2-3 Tage
19,00 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten bei Auslandsbestellungen

Ziel des Vorhabens war, Erkenntnisse zur zeitlichen Entwicklung des Wassergehaltes sowie der Temperaturbeanspruchung in der Betonrandzone von Brücken- und Tunnelbauwerken unter Verkehrs- und Witterungseinflüssen in der Expositionsklasse XF2 zu erhalten. Als Ansatz wurde die indirekte Bestimmung des Wassergehaltes über die Messung des tiefenabhängigen Elektrolytwiderstandes des Betons bei gleichzeitiger Messung der tiefenabhängigen Temperatur gewählt. Um einen Einblick in den zeitlich variablen Wassergehalt in Abhängigkeit der Umgebungsbedingungen zu erhalten, wurde eine kontinuierliche Datenaufzeichnung vorgesehen. Für diesen Zweck wurden zwei Straßentunnel und zwei Brückenüberführungen über eine Autobahn mit Multiring-Elektroden (MRE) sowie Temperatursensoren an insgesamt vier bzw. drei Messpunkten  an lotrecht orientierter Oberfläche ausgerüstet. Der Einbau der Messelektronik erfolgte entweder noch während der Bauphase oder nachträglich. Insgesamt liegen über einen Zeitraum von bis zu neun Jahren Daten vor.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die unterschiedlichen Temperatureinwirkungen in den Frostzonen einen unterschiedlichen Einfluss auf die im Beton ermittelte Anzahl an Frost- bzw. Eistagen haben. Dabei bestimmen die unterschiedlichen Frostzonen hauptsächlich die Anzahl der Eistage. Die Häufigkeit von Frost-Tau-Wechseln im Beton und die Temperaturänderungsraten werden eher von der Sonneneinstrahlung beeinflusst.
Hohe Wassergehalte im Bereich der Sättigungsgrade unter Atmosphärendruck der jeweiligen Betone sind nach dem Erkenntnisstand und dem vorliegenden Beobachtungszeitraum von bis zu neun Wintern in einer Messtiefe von 20 - 87 mm nicht und ab der hier betrachteten Messtiefe von etwa 7 mm eher selten und nur kurzzeitig zu erwarten. Über den nicht erfassten direkten Oberflächenbereich kann keine Aussage getroffen werden. Für den betrachteten Bereich der Betonrandzone deuten die Daten jedoch auf Verhältnisse hin, die eine Einstufung in die Expositionsklasse XF2 mit mäßiger Wassersättigung rechtfertigen.
Mit den Frostprüfverfahren vergleichbare Minimaltemperaturen wurden an den vier beobachteten Bauwerken über Zeiträume von bis zu neun Jahren nur vereinzelt angetroffen. Auch die Temperaturänderungsraten im Bauwerksbeton erreichen nicht die in der Frostprüfung üblichen Werte.

BMVBS - Fb - 1083