Ableitung von Vorgaben zur Bestimmung der maßgebenden Verbindungsfunktionsstufe und von Qualitätsstufen zur Bewertung der verbindungsbezogenen Angebotsqualitäten in Straßennetzen

 

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B. Leerkamp, F. Fiedler, T. Holthaus, J. Gerlach, S. Seipel, B. Thimm

Ableitung von Vorgaben zur Bestimmung der maßgebenden Verbindungsfunktionsstufe und von Qualitätsstufen zur Bewertung der verbindungsbezogenen Angebotsqualitäten in Straßennetzen

ISBN: 978-3-95606-250-6   |   Erscheinungsjahr: 2016    |    Auflage: 1
Seitenzahl: 180   |    Einband: Broschur    |    Gewicht: 533 g
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Die bisherigen Anwendungen der RIN 2008 haben gezeigt, dass einzelne Verfahrensvorgaben konkretisiert, ggf. vereinfacht und harmonisiert werden sollten. Die Funktionen und Diagramme zur Bewertung der verbindungsbezogenen Angebotsqualität für den Pkw-Verkehr waren bislang nicht abschließend empirisch validiert. Das Forschungsvorhaben verfolgte das Ziel, entsprechende Vorschläge für die Weiterentwicklung der RIN 2008 zu erarbeiten. Die Analyse bisheriger Anwendungen der RIN 2008 für kommunale, regionale, landes- und bundesweite Netzplanungen zeigt, dass einzelne Verfahrensvorgaben lückenhaft oder missverständlich sind. Für eine modellgestützte RIN-Anwendung wurden in Anwendungen Verfahrenserweiterungen entwickelt. Dies betraf u.a. den Zentralitätsbegriff der Raumordnung, weiter differenzierte Verbindungsfunktionsstufen (VFS) sowie Interpretationsspielräume bei der Nahbereichskorrektur und der Bündelung von Relationen.

Das Forschungsvorhaben nutzte das Netzmodell der Bundesfernstraßen (NeMoBFStr). Die relevanten Pkw-Fahrtgeschwindigkeiten auf Strecken von Autobahnen und Landstraßen wurden mit Hilfe der qv-Diagramme des HBS aus der vorhandenen Verkehrsbelastung abgeleitet und mit Floating Car Data validiert.

Empfehlungen:

•             Die strikte Orientierung am Modell der zentralen Orte sollte bestehen bleiben.

•             Bei der modellgestützten Anwendung der RIN wird empfohlen, zuerst Alternativrouten mit geringen Fahrtzeitunterschieden zum Bestweg zu suchen, dann die Nahbereichskorrektur durchzuführen und danach Kandidaten für die Bündelung von Routen auf Netzabschnitten zu suchen. Die Bewertung der Bündelung von VFS liegt im planerischen Ermessen und sollte nicht automatisiert werden.

•             Das Diagramm für die Bewertung der verbindungsbezogenen Angebotsqualität (SAQV) im Pkw-Verkehr wurde durch modellgestützte und FCD-basierte Fahrtzeitanalysen im Wesentlichen bestätigt.

Die Forschungsergebnisse wurden in Form von Textbausteinen für eine vorgeschlagene Weiterentwicklung der RIN zusammengeführt.

 

BMVI - Fb - 1121