Schach Magazin
Archiv 2010 ::

Ein Comeback wie ein Donnerhall


Will man nach China reisen, sollte man sich beizeiten das Visum besorgen. Magnus Carlsen hatte sich rechtzeitig darum gekümmert, und das war auch gut so. Einen Tag nachdem er den Stempel im Pass hatte, wurde dem chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo der Friedensnobelpreis verliehen und die Beziehungen zwischen China und Norwegen fielen auf den Tiefpunkt.



„Schach ist so unerbittlich wie das Leben“


"Für Dich immer noch Fanta Sie"! Die Fantastischen Vier sind in die Jahre gekommen - und kokettieren mit ihrem Alter. Smudo, Thomas D., Michi Beck und And.Ypsilon haben sich 1989 in Stuttgart zusammengetan und sind 21 Jahre später noch immer Vorreiter in Sachen Hip-Hop.


Sprintstark auf den letzten Metern:
Wladimir Kramnik holt die Trophäe


Es hat nicht viel gefehlt und der Sieger des Grand Slam 2010 hätte gar nicht im Finale mitgespielt. Sie erinnern sich an den Bericht über das letzte Turnier dieser Serie in Shanghai? Buchstäblich in den letzten Sekunden der Stichkampf-Blitzpartie konnte Kramnik den Spieß noch umdrehen,…



Randnotizen einer jungen Olympia-Veteranin


Der Auftritt der beiden deutschen Olympiade-Mannschaften war enttäuschend. "Unseren Nationalmannschaften ging zum Ende der Olympiade die Luft aus. Die erreichten Platzierungen entsprechen nicht unseren Zielvorgaben", heißt es in einer Stellungnahme des Deutschen Schachbunds auf seiner Webseite.


Shirov mischt den Grand Slam auf


Die Idee eines Grand Slam im Schach ist einfach und kompliziert zugleich: Einfach ist der Modus – die Sieger einiger renommierter Turniere plus zwei anerkannte Stars bestreiten ein Finale –, doch in der Praxis funktioniert dies aus verschiedenen Gründen nicht so wie geplant.



Stets etwas anders
Zum Tod von Bent Larsen


Einen Tag vor dem publicityträchtigen Match von Carlsen gegen die Welt beklagt die Schachwelt das Ableben einer Schachgröße, die sechs Jahrzehnte dem königlichen Spiel gewidmet hat. Auch wenn es im neuen Jahrhundert am Brett ruhig um Bent Larsen ruhig geworden war, so meldete sich der Däne regelmäßig publizistisch zu Wort.


Hut ab, Gata Kamsky


Der US-Meister Gata Kamsky gewann die Schnellschach-WM in Mainz mit fantastischen 10:1 Punkten und einem halben Zähler Vorsprung vor dem Aserbaidschaner Vugar Gashimov, Titelverteidiger Levon Aronian (Armenien) und Jewgeni Barejew (Russland) - allesamt Spieler, die mindestens schon einmal in ihrer Karriere in der Weltrangliste unter den Top 6 standen.



Ein Gigant unter den Schachfestivals


Wie schon im Vorjahr konnte sich auch 2010 der Ukrainer Anton Korobow in dem Open A durchsetzen. 8 Punkte aus 11 Partien bei starker Konkurrenz ergaben eine Weltklasseleistung von 2811 Elo-Punkten, den ungefährdeten ersten Platz und einen Geldpreis.


Ein Mann wie das Wetter


Zu Ehren ihres berühmten Landsmanns, des dritten Schachweltmeisters José Raoul Capablanca, richten kubanische Schachfreunde alljährlich das stärkste Schachturnier Amerikas aus. Wenig bekannt ist, dass der Initiator des Memorials der gebürtige Argentinier Ernesto Guevara de la Serna war, der auf der Zuckerinsel landete und dort als "Ché" Guevara weltbekannt wurde.



Schlauheit und Schönheit gepaart


Ab Herbst 2010 wird uns Magnus Carlsen weltweit begegnen - in Straßenbildern und Verkaufsläden werben dann grimmige Posen des 19-Jährigen für die Jeansmode der niederländischen Marke G-Star RAW. An der Seite des Norwegers steht die amerikanische Schauspielerin Liv Tyler, die bereits seit 2009 Werbeträgerin des Denim-Herstellers ist und das weiche Pendant bildet, um jugendlichen Käufern die Markeneigenschaften mit "einzigartiger und unorthodoxer Ausstrahlung" (firmeneigener Anspruch) nahe zu bringen.


Das neue K & K-Paar


Es sind Kämpfe der Führungsstile; Macht und Gestaltung der Schachwelt im kommenden Jahrzehnt stehen auf dem Spiel. Es geht um die Glaubwürdigkeit des königlichen Sports in der Gesellschaft und das Potential, mehr Menschen dafür zu begeistern und neue Sponsoren zu gewinnen. Während der Schacholympiade in Chanty-Mansijsk wird im September die neue Führung des Weltschachverbandes FIDE und der Europäischen Schachunion ECU gewählt.


Ein ganz besonderer Ort


Eigentlich müsste man als Schachspieler einmal im Leben dorthin reisen. Nicht von einem Pilgerort ist die Rede, sondern von einer knapp 1200 Einwohner zählende Ortschaft im Landkreis Harz, die weltweit ihres Gleichen sucht: Schachdorf Ströbeck.



Die Schlacht in Sofia


Von diesem Match hatte sich die Schachwelt viel versprochen. Zum einen war das Duell Anand-Topalov beileibe fällig, wie im Editorial erläutert, zum anderen war aufgrund der ungefähr gleichen nominellen Spielstärke der Ausgang ungewiss. Schließlich sind gerade die Partien dieser Kontrahenten vom Kampf geprägt, blutleere Kurzremisen kennen beide nicht …



Judit spielt wieder


Die weltbeste Spielerin Judit Polgar löst ihr Versprechen ein ("sobald meine Kinder größer sind, komme ich wieder") und kehrt in die Turnierarena zurück. Kürzlich nahm die 36-jährige Ungarin an zwei Schnellschachveranstaltungen teil, einem Turnier in Baku und einem Match in Prag.



Österreich


Sparkasse Jenbach ist als erster Tiroler Verein österreichischer Mannschaftsmeister geworden. Dabei gewann Jenbach jedes einzelne Match und stellte mit diesem Durchmarsch einen Rekord wohl für die Ewigkeit auf. Der Vorsprung auf den nominell deutlich stärkeren Zweitplatzierten aus Holz Dohr betrug fünf Mannschaftspunkte.


Ein Leben lang Französisch


"Nein, nein, da hatte ich keine bösen Hintergedanken", widerspricht Wolfgang Uhlmann schmunzelnd. Sein Buchtitel "Ein Leben lang Französisch" sollte nicht als Leitfaden für Spielchen im Bett, sondern auf dem Brett dienen! Der Dresdner, der am 29. März seinen 75. Geburtstag "wie jeden anderen" erst mit Vereinskameraden vom USV TU und anschließend im kleinen familiären Kreis mit Tochter und Sohn feierte,


Linares


Der Weltranglistenerste Carlsen, der amtierende Weltmeister Anand sowie sein Vorgänger Kramnik waren bei dem einstigen "Wimbledon des Schachspiels" - dem starken Turnier im spanischen Linares - allesamt nicht am Start. Also galt Exweltmeister Topalov als klarer Favorit, …


Glamour und Grips


Sie wurde in Philippinen geboren und im australischen Fernsehen gefeiert, spricht sechs Sprachen und vertrat zwei Länder bei Schacholympiaden. Wenn sie nicht gerade mit ihrem prominenten Freund Levon Aronian unterwegs ist, sitzt die attraktive 23-Jährige in Uni-Hörsälen, neuerdings in Frankfurt am Main. Ein guter Anlass für die Vorstellung dieser exotischen Schachattraktion, der sie mit etwas Glück hierzulande am Brett gegenübersitzen könnten.



Gibraltar


Das einzige Turnier der Welt, bei dem die Teilnehmer - ohne vom Brett aufstehen zu müssen - gleichzeitig zwei Kontinente erblicken können, ist das Gibtelecom Open in der britischen Enklave am südlichsten Zipfel Europas. Gespielt und gewohnt wird im Hotel Caleta, das zur Telecom-Gruppe in Gibraltar gehört.



Alles Gute, Fridrik Olafsson!


"Ein Großmeister und Gentleman" titelten wir den Artikel zu Olafssons 70. Geburtstag (Ausgabe 3/2005), dessen Inhalt nun nicht wiederholt werden soll. Mehr von Interesse dürfte ein kurzer Rückblick auf die letzten fünf Jahre sein,



Moskau


Turniere, bei denen sich schließlich ein Spieler allein durchsetzt, sind rar geworden. Meist läuft eine Meute in etwa gleichstarker Teilnehmer mit der gleichen Punktzahl ein. Umso erstaunlicher, dass sich die Sieger bei den russischen Superfinalkämpfen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen jeweils einen halben Punkt von den Verfolgern absetzen konnten.



Im Interview: Espen Agdestein, Manager von Magnus Carlsen


Im Jahre 2000 errang Magnus Carlsen den norwegischen Titel in der jüngsten Altersklasse, den sogenannten "Miniputts". "Er spielt nicht schlecht", lautete damals oft die Bewertung über das Spiel des Neunjährigen. Zehn Jahr später ist er der jüngste Weltranglistenerste aller Zeiten, und allgemein bleibt die Behauptung unwidersprochen, dass er früher oder später Weltmeister wird...

London


Nach einer Durststrecke von gut einem Vierteljahrhundert war die englische Hauptstadt endlich einmal wieder Schauplatz eines Weltklasseturniers: vier der besten Spieler des Gastgebers - Short, Adams, McShane und Howell - trafen auf vier Spieler aus der Top Hundert - Carlsen, Kramnik, Nakamura und Ni...



Marco Bode im Interview


Marco Bode hat als Fußballer zahlreiche Erfolge gefeiert. 1996 wurde das Urgestein von Werder Bremen Europameister und 2002 Vizeweltmeister. Danach beendete der gebürtige Niedersachse seine Karriere. Der 40-Jährige, der 40 Mal in der Nationalmannschaft auflief, bleibt den Fans jedoch vor allem wegen seiner Fairness in Erinnerung - und den Schachspielern wegen seiner Verbundenheit zum königlichen Spiel,...



Schach-Magazin a a a
Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Flüchtigkeitsfehler

"Das gibt's doch nicht, wie konnte ich so was übersehen, das war doch ganz einfach", so oder ähnlich wird nach einem "Einsteller" lamentiert. So nennt man einen Zug, der eine womöglich gut angelegte oder noch gar nicht recht begonnene Partie schlagartig verdirbt.
 

Designelement  :: Aktuelles Designelement
  Aktuelles Heft
Aktuelles Heft
Im Heft blättern
 

Designelement  :: Jahrgangsschuber Designelement
  Jahrgangsschuber
Aktuelles Heft
Der Preis pro Stück für 12 Ausgaben – inklusive Porto und Schutz-Verpackung beträgt € 14,90
Bestellungen bitte unter
Tel.: (0421) 36 90 325