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Der Weg nach oben


Sein Name lautet Wesley Barbasa So und er wurde am 9. Oktober 1993 in Manila geboren. In jener Zeit war dort das "Schach-Klima" günstig: ein Jahr davor hatte in Manila die Schacholympiade stattgefunden und der philippinische Schachverbandschef Florencio Campomanes leitete zugleich den Weltschachbund. Der Boom hielt noch eine Zeitlang an und unter den Tausenden von Kindern, die damals Schach erlernten, war auch der sechsjährige Wesley. Sein Vater trat bald als Lehrmeister zur Seite und engagierte einen Schachmeister als Trainer. Mit viel Freude ging es steil aufwärts; bei der Schacholympiade 2006 in Turin saß der 12-jährige Junge als Mitglied der Herrenmannschaft am Brett, zwei Jahre später wurde er vorübergehend der jüngste Großmeister der Welt. Seine erste GM-Norm erzielte er übrigens in Deutschland, bei der 2007er Auflage des Open in Bad Wiessee.

Neben einem Talent brachte Wesley auch das mit, was immer schon künftige Weltstars auszeichnete, den unbedingten Siegeswillen und die Bereitschaft hart zu arbeiten. Legendär ist sein Verzicht aufs Fernsehgucken (wohlgemerkt, noch als Kind!), um sich nicht von der Arbeit am Brett abzulenken. Und als 20-Jähriger setzte er noch einen drauf, indem er sein Heimatland verließ und in die USA ging, wo er für seine weitere Karriere bessere Rahmenbedingungen vorfand. Der Schachmäzen Rex Sinquefield steuerte noch sein Scherflein dazu bei mit dem Ergebnis, dass Wesley So bei der kommenden Schacholympiade für Stars and Stripes an den Start geht.

Der Junge aus Manila ist als Mann in der Weltspitze angekommen. Über seinen letzten Coup - den Sieg beim Superturnier in Saint Louis - wird auf den nächsten Seiten berichtet.

Viel Spaß bei der Lektüre

 

Zum Titelbild:

Wesley So (22) übernahm nach ungeteiltem Sieg beim Sinquefield Cup die Führung in der Grand Chess Tour!

Foto: Lennart Ootes für grandchesstour.org

 

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