Schach Magazin
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Eigentlich hatten sich die Norweger das anders ausgemalt: Himmel und Hölle hatten sie in Bewegung gesetzt, um das erste Superturnier des Landes auf die Beine zu stellen, mit ihrem Star und WM-Herausforderer Magnus Carlsen sowie dem Weltmeister Viswanathan Anand als Zugpferd. Das Duell der beiden steht ja im November an, die Öffentlichkeit sollte entsprechend eingestimmt werden, vorzugsweise mit einem Sieg des Norwegers. Doch auch einem Sieg Anands hätte man noch etwas abgewinnen können, da hätte man der großen Revanche zum Jahresende entgegenfiebern können. Doch weder das eine, noch das andere trat ein: Sergej Karjakin stahl den WM-Kontrahenten die Show.

Ausgerechnet Karjakin! Im Alter von 12 Jahren und sieben Monaten wurde der Junge aus Simferopol der jüngste Großmeister der Schachgeschichte, diesen Rekord hält er immer noch, und seit dieser Zeit galt es praktisch als ausgemacht, dass er und der zehn Monate jüngere Carlsen einmal um die Weltmeisterschaft kämpfen würden. Vor ungefähr drei Jahren jedoch vergrößerte sich der Abstand ihrer Wertungszahlen, Carlsen besetzte Platz eins der Weltrangliste, während Karjakin so um den zehnten Platz dümpelte. Er selbst führte dies auf die mangelnde Unterstützung durch die ukrainische Schachföderation zurück.

Doch Karjakin wollte seinen Lebenstraum, Weltmeister zu werden, nicht aufgeben und scheute sich nicht vor einschneidenden Veränderungen. Er verließ seine Heimat, wechselte dabei nicht nur den Verband und den Wohnort, sondern nahm auch die russische Staatsbürgerschaft an, auch seine junge Ehe mit einer Ukrainerin ging in dieser Zeit in die Brüche. Er lebt jetzt in Moskau, wo er u. a. unter der Anleitung des ehemaligen Kasparow-Trainers Juri Dochojan trainierte.

Die Zeit wird zeigen, ob Karjakin sein Ziel erreicht oder nicht. Aber nach dem Triumph im "Revier" seines Konkurrenten Carlsen muss mit ihm wieder gerechnet werden.

 

Zum Titelbild:

Sergej Karjakin war der Star des ersten Superturniers der norwegischen Geschichte. Der Wahlrusse ukrainischer Abstammung konnte neun Elitespieler, darunter den Lokalmatador Magnus Carlsen und den Weltmeister Viswanathan Anand auf die Plätze verweisen.

Foto: Cathy Rogers

 

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In einer Partie Chernin-Fressinet, gespielt in Bastia 1998, entstand nach den Zügen 1. d4 d5 2. c4 c6 3. e3 Sf6 4. Ld3 a6 5. b3 Lg4 6. Se2 Sbd7 7. Lb2 e6 8. Dc2 Ld6 9. Sg3 Sh5 10. Sc3 Sxg3 11. hxg3 Sf6 12. e4 e5 13. dxe5 Lxe5 14. exd5 cxd5 15. cxd5 Sxd5 16. Sxd5 Dxd5 17. Le4 Da5+ 18. Kf1 Tc8 19. Db1 Td8 20. Lxe5 Dxe5 21. De1 die folgende Stellung:
 

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