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Missverständnis vermieden

Mit seiner erfolgreichen Titelverteidigung hat Weltmeister Magnus Carlsen zugleich ein "Missverständnis vermieden", so Garry Kasparow in seinem Interview mit dem russischsprachigen Radio Svoboda (www.svoboda.org/a/28150935.html). Die Schachlegende betonte dabei, dass alle 16 Schachweltmeister, angefangen von Steinitz bis hin zu Carlsen, überragende Spieler waren bzw. sind. Karjakin dagegen sei "ein starker Großmeister, mehr nicht… Es wäre schon sehr merkwürdig gewesen, wenn ein Spieler wie Karjakin einen Gegner der Klasse Carlsens überspielt hätte. Für eine derartige Sensation müssten sich die Sterne am Himmel in einer arg ungewöhnlichen Konstellation befinden."

Kasparow hat zwei Jahrzehnte lang die Weltrangliste angeführt und kann daher eher eine dicke Lippe riskieren. Zurückhaltender äußerten sich andere Spitzenspieler, in der Sache jedoch waren sie sich einig. Von einem wahren Champion erwartet man nicht nur den Sieg in einem Zweikampf, sondern eine führende Rolle in der Schachwelt, die sich in vielen Turniersiegen und einem angemessenen (ersten) Platz in der "Hackordnung" dokumentiert (so wie Carlsen) und nicht vereinzelte Turniersiege und Ränge 6 bis 12 in der Weltrangliste wie Karjakin.

Wieso war es dann in New York so knapp? Das Match endete ja bekanntlich 6:6, erst mit dem 3:1-Sieg im Stichkampf zeigte Carlsen, wer der Chef im Ring ist. Auch da sind sich die Schachweisen einig. Carlsen hat das Match, wenn nicht auf die leichte Schulter, so doch nicht ernst genug genommen. Als er vor dem Matchbeginn auf die fast schon sprichwörtliche Zähigkeit seines Gegners in der Verteidigung angesprochen wurde, gab er sinngemäß zu Protokoll: "Ich werde so lange auf ihn eindreschen, bis er umkippt."

Doch so einfach war das nicht. Mehr darüber auf den Seiten 10-19.

 

Zum Titelbild:

Parallel zum Superturnier wurden in London die Schulschachmeisterschaften ausgetragen. Viele der jungen Fans begutachteten die Poster mit Konterfeis der Stars.

Foto: Lennart Ootes

 

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"Das gibt's doch nicht, wie konnte ich so was übersehen, das war doch ganz einfach", so oder ähnlich wird nach einem "Einsteller" lamentiert. So nennt man einen Zug, der eine womöglich gut angelegte oder noch gar nicht recht begonnene Partie schlagartig verdirbt.
 

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