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Mister Goldbringer


Im Gegensatz zum Schurken Goldfinger, der in einem James-Bond-Film die US-Goldreserven wertlos machen wollte, bemühte sich Mr. Goldbringer um Zugewinn für sein Land in Form von sechs Goldmedaillen, die fünf US-Großmeister und ihr Kapitän kürzlich von der Schacholympiade in Baku heimbrachten.

Zur Vorgeschichte: Vor Jahren wechselte einer der beiden talentiertesten Schachspieler der USA Fabiano Caruana zum Italienischen Schachbund, später fand der zweite US-Topspieler Hikaru Nakamura in Neapel eine Lebensgefährtin. Die US-Teams haben bei den Schacholympiaden in den letzten Jahren ohnehin keine Bäume ausgerissen (zuletzt Platz 14) und sollte evtl. auch noch Nakamura gehen, sähe es noch düsterer aus. Der schachfreundliche Multimillionär Rex Sinquefield - so heißt Mr. Goldbringer wirklich - handelte, baut seine Heimatstadt Saint Louis zu einem Schachzentrum Amerikas aus, holte Caruana wieder heim, natürlich nicht nur mit freundlichen Worten, er engagierte obendrein den philippinischen Jungstar Wesley So, dessen Eltern im benachbarten Kanada leben, und schon hatte die US-Mannschaft drei Topten-Spieler vorn. Weitere Schachtalente wachsen nach, unterstützt von Fördermaßnahmen, an denen sich Sinquefield ebenfalls beteiligt und die bereits Früchte tragen: So hat der 15-jährige Jeffery Xiong aus Texas gerade die Weltmeisterschaft U20, also die der Junioren gewonnen, wie ab Seite 12 nachzulesen ist.

So war es konzipiert, um künftige Schacholympiaden zu gewinnen, aber es hat jetzt schon geklappt, wie in dieser Ausgabe ab der nächsten Seite dokumentiert wird. Sinquefield spielt seine Rolle herunter: als ihm gratuliert wurde, kommentierte er trocken "Ich trug dazu bei, indem ich nicht selbst spielte" …

Viel Spaß bei der Lektüre

 

Zum Titelbild:

Mit 270 Partien bei 23 Teilnahmen hält Eugenio Torre (64) aus den Phlippinen eine neue schacholympische Rekordmarke

Foto: Cathy Rogers

 

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