Schach Magazin
Naiditsch ::

1996 zog die Familie Naiditsch von Riga nach Dortmund um. Von dem damals zehnjährigen Arkadi wusste man schon, dass er ein großes Schachtalent ist, schließlich hatte er bereits die U10-Europameisterschaft gewonnen und war in der gleichen Altersklasse Vizeweltmeister geworden. In der neuen Heimat wurde er von seinem Verein, den Schachfreunden Dortmund-Brackel, und vom Deutschen Schachbund gefördert. Weitere Erfolge blieben nicht aus, bei den Dortmunder Schachtagen 2001 wurde er der Öffentlichkeit als jüngster deutscher Großmeister präsentiert. Jahre gingen ins Land und Naiditsch hat sich in der erweiterten Weltspitze etabliert und Deutschland bei vielen Kämpfen der Nationalmannschaft vertreten.

Dabei waren die Beziehung zwischen ihm und dem Deutschen Schachbund nicht immer eitel Freude und Sonnenschein.

Da gab es vor drei Jahren eine harte Auseinandersetzung wegen negativer Äußerungen des jungen Großmeisters an die Adresse des damaligen Bundestrainers, aber inzwischen hat sich das Problem gelöst, die Aufregung gelegt, und Naiditsch wird für seinen Einsatz geschätzt.

Während diese Ausgabe bei Ihnen eintrifft, spielt Naiditsch bei einem Superturnier in Baden-Baden und trifft dort auf eine sehr harte Konkurrenz, u. a. auf Carlsen, Anand, Aronian und Caruana, auch Adams, Bacrot und Baramidze sind wahrlich nicht von Pappe. "Baden-Baden ist mit sieben Runden ein sehr kurzes Turnier", sagt Naiditsch, "wenn man da ein, zwei Partien gewinnt, ist man bereits vorne dabei. Ich traue mir das zu. Ich habe eher Schwächen gegen 2500er und in den letzten Jahren gegen die bestimmt 60, 70 Elopunkte verloren. Bei starken Turnieren wie Dortmund oder der Olympiade überzeuge ich gegen 2700er mehr. Ich fühle mich in dem riesigen Feld nicht wie der Hase, auf den jeder draufschlägt."

Die Redaktion wünscht ihm ein gutes Gelingen.

 

Zum Titelbild:

In der Bundesliga ist er gegenwärtig der erfolgreichste Spieler und mit seinem Doppelschlag bei den Turnieren in Zürich und Basel bestätigte Arkadij Naiditsch seinen Status als Deutschlands Nr. 1 im Schach.

Foto: Astrid Fietz

 

Lust auf mehr? Tun Sie sich etwas Gutes und bestellen Sie das Abo oder das supergünstige Probeabo (nur 9,40 Euro für 3 Hefte) der beliebten Zeitschrift Schach-Magazin 64 beim Verlag Carl Ed. Schünemann:

- per E-Mail: kontakt@schach-magazin.de
- per Post: Schünemann-Haus, 28174 Bremen
Schach-Magazin a a a

Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Origineller Turmfang

Die folgende Partie, die durch einen verblüffenden Turmfang entschieden wurde, kam bei einem der ersten Turniere des noch jungen Jahres 2015 zustande. Es handelt sich dabei um die am besten besetzte Schachveranstaltung Schwedens, den Rilton-Cup in Stockholm.
 

Designelement  :: Aktuelles Designelement
  Aktuelles Heft
Aktuelles Heft
Im Heft blättern