Schach Magazin
Rätselraten um die Olympiade ::

Dieses Heft wird am dem 30. Juli in den Handel kommen. Wenn alles gut geht, wird drei Tage danach in Tromsø (Norwegen) die Schacholympiade 2014 beginnen.

Wie, gut gehen, gibt es Probleme? Und was für welche! Über die inzwischen gelöste Unterfinanzierung wurde bereits berichtet. Mitte Juli platzte aber eine Bombe: die Ausrichter schlossen wegen einer angeblich zu späten Meldung acht Ländermannschaften von der Teilnahme aus, darunter auch (im Frauenturnier) den Titelverteidiger Russland. Nur wiederspricht der Ausschluss dem Text der Einladung ebendieser Organisatoren. Mit dieser Begründung pocht die russische Föderation auf die Rücknahme des Ausschlusses und droht für den Fall der Verweigerung mit einer Klage vor internationalen Gerichten. Auch der Weltschachbund meldete sich zu Wort, wobei der Vizepräsident Israel Gelfer sogar vor einer möglichen "Verlegung der Olympiade" sprach. In dem Moment, in dem dieses Heft für die Auslieferung an die Druckerei vorbereitet wird, zeigen sich die norwegischen Ausrichter unnachgiebig, sie werden aber zunehmend bedrängt.

Kann es zum schlimmsten Fall (die Absage und Verlegung der Schacholympiade) kommen? Dies kann zwar nicht völlig ausgeschlossen werden, dennoch glaube ich, dass dieser Spuk irgendwann (möglicherweise erst nach dem Redaktionsschluss dieser Ausgabe) vorbei sein wird und die Schacholympiade wird stattfinden. Zunächst richten wir uns in der Redaktion darauf ein.

In einem Spezialbeitrag ab Seite 40 wird auf die komplizierte Materie des "schacholympischen Schildbürgerstreichs", bei dem auch die Schachpolitik eine Rolle spielt, ausführlicher eingegangen. Ansonsten ist auch dieses Heft mit einer Rundschau aller wichtigen, bereits skandalfrei beendeten Turniere reichlich gefüllt. Viel Spaß bei der Lektüre!



 

Zum Titelbild:

Im Hause Carlsen füllt sich die Vitrine mit Trophäen. Drei davon kennzeichnen den Besitzer als einen Weltmeister. Die beiden letzten Pokale erhielt Magnus Carlsen kürzlich in Dubai als Champion in den Sparten Schnellschach und Blitzschach.

Foto: Cathy Rogers

 

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  Wer anderen eine Grube gräbt …

An dieses Sprichwort fühlt man sich beim Betrachten der Schlussphase der folgenden Partie erinnert. Sie stammt aus einem Freundschaftsmatch zwischen den Nationalmannschaften von Ungarn und Polen, das im Juni in Budapest ausgetragen wurde.
 

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