Schach Magazin
Ausgabe 8 mit diesen zentralen Themen ::

Europameisterschaft mit starker Beteiligung




Foto: Veranstalter

Gruppenbild mit den Teilnehmern und Offiziellen nach der einleitenden Pressekonferenz. Der Sieger Radoslaw Wojtaszek (3.v.r.) belegt derzeit in der Weltrangliste mit 2745 ELO-Punkten Platz 20. Der in Elblag geborene Großmeister spielt in der Bundesliga für die OSG Baden-Baden. In Dortmund gehörte er zu den diesjährigen Turnier-Neulingen. Wojtaszek wurde 2004 Europameister und Weltmeister U18, 2005, 2014 und 2016 polnischer Meister, 2008 Schnellschach-Europameister und heimste mit seinen Mitstreitern mehrere polnische und tschechische Mannschaftsmeisterschaften ein.




Am letzten Tag wurde es noch einmal richtig spannend. Alle bis auf Kramnik hätten das Turnier noch gewinnen können. Alle Partien wurden entschieden und am Ende siegte Wojtaszek mit einem halben Punkt Vorsprung und die Verlierer der letzten Runde teilten punktgleich die Plätze fünf bis acht.

Die diesjährige Auflage trug den Untertitel "Wladimir-Kramnik-Turnier". Ähnlich wie das russische Karpow-Turnier in Poikowski wurde auch hier eine bedeutende Schachveranstaltung einer lebenden Person gewidmet.

[…]

In der Folge nahmen sich die Gegner schon den einen oder anderen Punkt ab, nur der Pole Radoslaw Wojtaszek blieb ungeschlagen. Zu fünf Remisen gesellten sich zwei Siege, das reichte zum alleinigen ersten Platz. Den Sack zugemacht hat Wojtaszek in der Schlussrunde:

Nimzowitschindisch E 33
R. Wojtaszek - L. D. Nisipeanu
7. Runde


1. d4 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 Lb4 4. Dc2 d6 5. Ld2 Sc6 6. Sf3 0-0 7. a3 Lxc3 8. Lxc3 De7 9. e3 a5 10. Le2 e5 11. dxe5 dxe5 12. h3 Td8 13. 0-0 e4 14. Sd4 Sxd4 15. Lxd4 c5 16. Lc3 a4 17. f4 Ld7 18. f5 Lc6 19. Tf4 Td6 20. Taf1 Tad8 21. Dc1 Die Stellung war verrammelt und hätte es auch bleiben sollen. Nisipeanu machte hier seinen vielleicht einzigen Fehler in dem Turnier, in dem er mit 21. …Sd7? den siegreichen Angriff geradezu herausforderte: 22. f6! Sxf6 23. De1



Mit der Stellung nach 23. …Te6 24. Dg3 Kf8 25. Tf5 b6 (25. …h6 26. Txc5 Dxc5 27. Lb4) 26. Dh4 Ke8 27. Dg5 unzufrieden, opferte Nisipeanu seine Dame 23. …Se8 24. Txf7 Dxf7 25. Txf7 Kxf7 konnte aber die Stellung nicht halten. 26. Dg3 Sf6 27. De5 Td2 28. Lxd2 Txd2 29. Kf1 Tc2 30. Ke1 Tc1+ 31. Kd2 Tg1 32. g4 h6 33. h4 g5 34. hxg5 hxg5 35. Dxg5 Ld7 36. Dxc5 Lxg4 37. Lxg4 Txg4 38. Dc7+ Ke6 39. Dxb7 Tg2+ 40. Kc3 Te2 41. Dc8+ – 1:0

Weiter geht’s in der Augustausgabe 2017.

 
Auszug aus
"Wojtaszek gewinnt das Wladimir-Kramnik-Turnier |Namensgeber wurde Vierter"
erschienen in

SCHACH MAGAZIN 64, August 2017

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Designelement SM64-Kaleidoskop Designelement
  Unbändiger Vorwärtsdrang

Obwohl er schon ein gestandener Mann von 68 Jahren war, freute er sich wie ein Kind. Endlich sollte in seiner Heimatstadt Minsk ein Spitzenturnier ausgetragen werden, die Europameisterschaft nämlich, und sie sollte sein schachliches Schwanenlied werden.
 

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